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Pressearchiv 2013 - 23.04.2013 Der Kölner Wallrafplatz wird zum Tierversuchslabor

 

23.04.2013

Tierversuche gefährden Ihre Gesundheit!


Der Kölner Wallrafplatz wird zum Tierversuchslabor


Anlässlich des »Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche« lädt die Arbeitsgruppe Köln des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche zusammen mit befreundeten Tierschutzgruppen am Samstag, den 27.04.2013 zu einem Infotag auf den Wallrafplatz ein. Der Höhepunkt wird die Simulation eines Tierversuchslabors mit Kindern sein, welche vom Verein Schüler für Tiere durchgeführt wird.

In Köln und Umgebung finden Tierversuche in großem Stil statt. So führte alleine die Firma Bayer in 2011 Versuche an rund 200.000 Tieren durch. Dies entspricht fast 7% der bundesweit verwendeten Tiere, nahezu der Hälfte aller Tierversuche in Nordrhein-Westfahlen (456.352) und mehr als der Gesamtzahl aller im gleichen Jahr in Österreich verwendeten Tiere (191.288).

»Wir wollen nicht länger hinnehmen, dass Köln ein Zentrum der Tierversuchsindustrie ist und diesen Forschungszweig weiter ausbaut«, sagt Claus Kronaus von der AG Köln des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche. Die Tierversuchsgegner kritisieren, dass riesige Summen an öffentlichen Geldern für neue Tierversuchslabore verschwendet werden, in Köln etwa für das Max-Planck-Institut für die Biologie des Alterns oder für das CECAD (Cologne Excellence Cluster on Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases).

In den Einrichtungen werden hauptsächlich gentechnisch veränderte Mäuse verwendet, vorgeblich, um die biologischen Prozesse des Alterns beim Menschen zu ergründen. Tatsächlich jedoch handelt es sich um zweckfreie Grundlagenforschung ohne medizinischen Nutzen. Weder lassen sich die komplexen Vorgänge des Alterns beim Menschen, noch dessen Krankheiten im Tierversuch erforschen. Schon allein aufgrund der Unterschiede in Stoffwechsel, Körperbau und Lebensweise ist eine Übertragung der Ergebnisse vom Tier auf den Menschen ein unkalkulierbares Risiko. Zahlreiche wissenschaftliche Studien und Medikamentenskandale belegen dies immer wieder aufs Neue. Allein in Deutschland sterben pro Jahr mindestens 58.000 Menschen an den Folgen von Nebenwirkungen tierversuchserprobter Arzneimittel.

Die Tierversuchsindustrie ist ein gigantischer Industriezweig – allein Mäuse erbrachten 2011 einen Umsatz von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Alle Steuerzahler finanzieren die Tierversuche in geschätzter Milliardenhöhe mit – meistens ohne es zu wissen. Für tierversuchsfreie Methoden wie Forschung mit Zellkulturen, Computersimulationen oder Mikrochips wird dagegen von der Bundesregierung jährlich nur ein kümmerlicher Betrag von ca. 4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

»Anstatt weiterhin auf Tierversuche zu setzen, müssen im Sinne von Mensch und Tier Ursachenforschung, Vorbeugung und der Einsatz tierversuchsfreier Methoden in den Fokus der Forschung rücken, um eine ethische und fortschrittliche Medizin und Wissenschaft zu etablieren«, so Kronaus abschließend.

In der Woche um den 24. April wird weltweit auf das Leid der Tiere in den Laboren aufmerksam gemacht. Der Gedenk- und Aktionstag wurde erstmals 1979 in Großbritannien begangen und geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.

Kurzinfo:
Wann: Samstag 27.04.2013, 11-18 Uhr
Wo: Kölner Wallrafplatz

Teilnehmende Gruppen:

  • Ärzte gegen Tierversuche e.V. – AG Köln (Veranstalter) und AG Ruhrpott
  • AFP – Aktion Fair Play
  • ARIWA – Animal Rights Watch e.V.
  • Tierheim Dellbrück
  • TIK – Tierrechtsinitiative Köln
  • TOL-Store („Tiere ohne Leid“)
  • Schüler für Tiere e.V.
  • Straßenkatzen Köln e.V.
  • Well Being (veganes Essen)


Weitere Informationen:
Informationen zum Hintergrund dieses Gedenktages und zu den bundesweiten Aktionen >>

Faltblatt über Tierversuche in Köln (pdf) >>

Ärzte gegen Tierversuche - AG Köln >>



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