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Pressearchiv 2012 - 12.07.2012 Woran soll man denn sonst testen?

12.07.2012

Woran soll man denn sonst testen?


Ärzteverein gibt Neuauflage seiner Broschüre über tierversuchsfreie Forschungsmethoden heraus


Mit seiner umfassenden und komplett überarbeiteten Broschüre »Woran soll man denn sonst testen?« zeigt die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche die Vorzüge moderner Forschung ohne Tierversuche auf. Anhand konkreter Beispiele wird deutlich, dass Tierversuche ein medizinischer Irrweg sind und die Zukunft in der zuverlässigeren tierversuchsfreien Forschung liegt.

»Tierversuche sind gefährlich, unmoralisch, schlechte Wissenschaft und zudem Steuergeldverschwendung«, lautet der Standpunkt der Ärztevereinigung. In mehreren Kapiteln gibt sie detailliert und verständlich einen Einblick in das große Repertoire tierversuchsfreier Forschungsmöglichkeiten, die im Gegensatz zum Tierversuch für den Menschen relevante Ergebnisse erzielen.

In einer Vergleichsstudie beispielsweise wurde ein Antikrebswirkstoff parallel in einer klinischen Studie am Menschen, an Ratten und am menschlichen Leberzellsystem getestet. Die Ergebnisse der Versuche am Menschen und an den Leberzellen stimmten überein. Der Tierversuch brachte ein irreführendes Resultat.

Das Versagen des Systems Tierversuch wird nach Ansicht des Ärztevereins auch durch zahlreiche Studien bestätigt. So ergaben Untersuchungen der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA), dass 92 Prozent der potentiellen Medikamente, die sich im Tierversuch als wirksam und sicher erwiesen haben, nicht durch die klinische Prüfung kommen – beim Menschen zeigt sich entweder gar keine oder aber eine unerwünschte Wirkung. Auch die immer wieder auftretenden Arzneimittelskandale und die allein in Deutschland jedes Jahr rund 58.000 durch Medikamenteneinnahme zu verzeichnenden Todesopfer würden aufzeigen, dass ein dringender Paradigmenwechsel zu tierversuchsfreier Forschung, die sich an den Bedürfnissen des Menschen orientiert, notwendig ist.

In der 28 Seiten starken Broschüre, die sich an interessierte Laien wendet, wird die Palette der heute schon existierenden tierversuchsfreien Forschungsmöglichkeiten aufgezeigt und erläutert. Bei In-vitro-Verfahren werden potentielle Wirkstoffe an schmerzfreier Materie, wie Zellen, Gewebe oder Mikroorganismen getestet. In ausgeklügelten Computersimulationen, die auf menschlichen Daten basieren, wird die Verstoffwechslung einer Substanz im menschlichen Körper detailliert dargestellt. Auf Biochips werden wie in einem künstlichen Minimenschen Auswirkungen auf bestimmte Organe oder möglicherweise schädliche Auswirkungen erforscht. »Tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind schneller, billiger und zuverlässiger. Zudem liefern sie im Gegensatz zum Tierversuch für den Menschen aussagekräftige Ergebnisse«, heißt es in der Dokumentation.

Eine komplett aktualisierte Übersichtstabelle über bereits behördlich anerkannte Alternativen zum Tierversuch rundet die reich illustrierte Broschüre ab. Das Heft kann kostenlos auf der Internetseite des Vereins heruntergeladen oder im Online-Shop bestellt werden.

Weitere Information:

Broschüre »Woran soll man denn sonst testen? Moderne Forschungsmethoden ohne Tierversuche« im Online-Shop >>
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