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Pressearchiv 2012 - 16.07.2012 Europaweiter Aktionstag gegen Botox-Tierversuche

16.07.2012

17. Juli: Europaweiter Aktionstag gegen Botox-Tierversuche:


Proteste in München, Frankfurt und Mienenbüttel bei Hamburg


Am 17. Juli protestieren Tierschützer und Tierrechtler europaweit in 14 Ländern gegen die immer noch durchgeführten »Botox-Tierversuche«. In Deutschland finden Aktionen in München, Frankfurt sowie vor dem Tierversuchslabor LPT in Mienenbüttel bei Hamburg statt.


Das Bakteriengift Botulinumtoxin wird für medizinische Zwecke, überwiegend aber zur Glättung von Hautfalten eingesetzt. Mindestens 600.000 Mäuse wurden weltweit bislang pro Jahr zur Testung dieser Substanz getötet. Vor einem Jahr hatte die amerikanische Firma Allergan für einen tierversuchsfreien Zelltest eine behördliche Anerkennung in den USA und Europa erhalten. Die Präparate des Herstellers, darunter der Namensgeber Botox, sind damit jetzt ohne Tierqual erhältlich. Die Frankfurter Firma Merz testet ihre Botulinumtoxin-Produkte Xeomin und Bocouture nach wie vor im Tierversuch, ebenso der britische Hersteller Ipsen seine Präparate Dysport und Azzalure. Merz lässt seine Produkte beim Hamburger Tierversuchslabor LPT testen.

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche organisiert die Proteste in Deutschland. Dessen Dachverband, die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen ECEAE, hat zu dem Aktionstag aufgerufen, um von den Botulinumtoxin-Herstellern Merz und Ipsen einen sofortigen Umstieg auf eine tierversuchsfreie Testung zu fordern. Der Ärzteverein leitet seit fünf Jahren eine Kampagne gegen die Botox-Testung an Tieren. Im April dieses Jahres übergab der Verein über 61.000 Unterschriften an die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, die für die Genehmigung der Tierversuche des LPT zuständig ist.

Bei dem Tierversuch handelt es sich um einen sogenannten LD50-Test. Gruppen von Mäusen wird die Substanz in verschiedenen Dosierungen in die Bauchhöhle injiziert, um die Dosis zu ermitteln, bei der die Hälfte der Tiere stirbt. »Für die Mäuse ist das mit ungeheuren Qualen verbunden«, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. »Das Gift lähmt die Atemmuskulatur, die Tiere ersticken bei vollem Bewusstsein. Es ist nicht zu akzeptieren, dass dieser grausame Test ein Jahr nach Zulassung einer tierversuchsfreien Methode immer noch durchgeführt wird«. Merz lässt nach Kenntnis des Ärztevereins jährlich mindestens 34.000 Mäuse auf diese Weise töten.

Neben Deutschland beteiligen sich an dem Aktionstag Tierrechts- und Tierversuchsgegnergruppen aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Mazedonien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Portugal, der Schweiz, Spanien sowie der Tschechischen Republik.

Fototermin am 17. Juli 2012:

Frankfurt am Main: 13 Uhr, Hauptwache (vor Kaufhof), 60313 Frankfurt am Main
München: 16 Uhr, Weinstraße 8 (Nähe Marienplatz), 80333 München (gegenüber der Dermatologiepraxis Dr. Voigt)
Neu-Wulmstorf – Mienenbüttel:14 Uhr, Oldendorfer Str. 41, 21629 Neu Wulmstorf-Mienenbüttel (vor den Beagle-Zwingern des Labors LPT)

Weitere Informationen:

Hintergrundinfos zu Botox >>
Kampagne »Stoppt Botox-Tierversuche« >>

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