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NEUIGKEITEN

Primatenzentrum BPRC muss Affenversuche einschränken

Niederlande gehen straight voran

Erfreuliche Neuigkeiten gibt es aus den Niederlanden. Das Biomedical Primate Research Centre (BPRC), Europas größtes Primatenzuchtzentrum, muss nach dem Willen der Regierung seine Tierversuche so schnell wie möglich um 40 % reduzieren. Das BPRC muss nun bis Ende des Jahres der niederländischen Regierung einen Maßnahmenplan vorlegen, wie per Geburtenkontrolle die Zucht der derzeit 1.300 Zucht-Primaten eingeschränkt und so die Kolonie verkleinert werden kann. Insgesamt beherbergt das Primatenzentrum 1.500 Affen, im Jahr 2017 wurden dort an 317 Affen Versuche durchgeführt, 2016 an 97 Tieren.

Die Ärzte gegen Tierversuche freuen sich über diesen wegweisenden Schritt nach vorn und gratulieren ihrem niederländischen Partnerverein Een Dier en Vriend (EDEV) zu dem großartigen Erfolg seiner jahrelangen Kampagne zur Schließung des Affenlabors. Seit der Gründung des BPRC im Jahr 1998 hatte der Verein dagegen mobil gemacht. Dank der unermüdlichen Proteste war 2002 die Haltung von Schimpansen in den Niederlanden verboten worden. Das BPRC war die letzte Einrichtung in Europa, die noch Tierversuche an Menschenaffen durchführte. Die verbleibenden, zum Teil mit HIV und Hepatitis infizierten Tiere wurden in Auffangstationen in den Niederlanden und Spanien überführt, wo sie frei von Angst und Qual leben können. Mit dem Ende der Schimpansenhaltung war die Reduzierung auch der anderen 1.500 Affen versprochen, aber bislang nicht umgesetzt worden. Der jetzige Vorstoß zur Reduzierung der Affenhaltung kommt von Ingrid van Engelshoven, seit 2017 niederländische Ministerin für Bildung, Kunst und Wissenschaft.

Informationen:

Die Niederlande agieren überhaupt wegweisend, sie wollen führend bei der tierversuchsfreien Forschung werden. Mehr zu den Plänen und unsere Bewertung:
ÄgT-Stellungnahme Strategiepapier inklusive Link zum Original >>

Informationen Affenversuche >>


 

 

 

 

 

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