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Wissenschaftliche Studien

Zunehmend erscheinen Studien in renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften, die die Relevanz der Methode »Tierversuch« in Frage stellen. Geschrieben von Fachleuten, veröffentlicht in hoch angesehenen Wissenschaftsjournalen untermauern sie unsere Argumentation mit stichhaltigen Fakten und verleihen der Kritik am Tierversuch ein beträchtliches Gewicht. In dieser Rubrik finden Sie eine Auswahl der bemerkenswertesten Studien als kurze Zusammenfassung sowie PDF-Download. 

An dieser Stelle möchten wir auch auf unseren wissenschaftlichen Kongress WIST zur Validität von Tierversuchen am 15.10.2016 hinweisen. Die Aussagen und Original-Vorträge der hochkarätigen internationalen Referenten können Sie hier nachsehen >>


Alphabetisch nach Erstautor

  • Archibald, Kathy et al: Barriers to the Uptake of Human-based Test Methods and How to Overcome Them. ATLA 2015: 43; 301-308
  • Balcombe, Jonathan: Laboratory Environments and Rodents' Behavioral Needs: A Review. Laboratory Animals 2006: 40(3); 217-235
  • Balcombe, Jonathan: Laboratory Routines Cause Animal Stress. Contemporary Topics in Laboratory Animal Science 2004: 43; 42-51
  • Bailey J. & Taylor K.: Non-human Primates in Neuroscience Research: The Case Against its Scientific Necessity. ATLA 2016: 44, 43-69
  • Buckland, Gemma L: Harnessing opportunities in non-animal asthma research for a 21st-century science. Drug Discovery Today 2011: 16 (21-22); 914-927
  • Cavanaugh, Sarah E, John J Pippin, Neal D Barnard: Animal Models of Alzheimer Disease: Historical pitfalls and a path forward. ALTEX 2014: 31(3); 279-302
  • Chalmers, Iain et al.: Research: increasing value, reducing waste 1: How to increase value and reduce waste when research priorities are set, The Lancet 2014: 383 (9912), 156–165
  • Cruelty Free International (2015): Medikamentendurchfallquote gestiegen: 95%
  • Dagg AI, Seidle TK: Levels of citation of nonhuman animal studies conducted at a Canadian Research Hospital. Journal of Applied Animal Welfare Science 2004: 7; 205-213
  • Davis Mark M: A Prescription for Human Immunology. Immunity 2008: 29; 835-838
  • Couzin-Frankel, Jennifer: When mice mislead. Science 2013: 342; 922-925
  • Greek, Ray, Andre Menache: Systematic Reviews of Animal Models: Methodology versus Epistemology. International Journal of Medical Sciences 2013: 10; 206-221
  • Greek, Ray, Andre Menache and Mark J Rice: Animal models in an age of personalized medicine. Personalized Medicine 2012: 9 (1); 47-64
  • Greek, R.; Shanks, N. and Rice, M. J. (2011): The History and Implications of Testing Thalidomide on Animals. The Journal of Philosophy, Science & Law, Vol. 11, p. 1-32.
  • Hartung T: Per aspirin ad astra; ATLA 2009: 37; 45-47
  • Hartung, Thomas: Toxicology for the twenty-first century. Nature 2009: 460; 208-212
  • Kilkenny, Carol et al.: Survey of the Quality of Experimental Design, Statistical Analysis and Reporting of Research Using Animals. PLoS ONE 2009: 4(11); e7824
  • Knight, Andrew et al.: Which drugs cause cancer? BMJ USA 2005: 5; 479
  • Langley GR: Considering a new paradigm for Alzheimer´s disease research. Drug Discovery Today 2014: 19(8), 1114-1124
  • Langley G, Harding G, Hawkins P et al.: Volunteer Studies Replacing Animal Experiments in Brain Research; ATLA 2000: 28; 315-331
  • Lindl, Toni, Manfred Völkl: No clinical relevance of approved animal experiments after seventeen years. ALTEX 2011: 28; 242-243
  • Lindl, Toni et al.: Tierversuche in der biomedizinischen Forschung - Eine Bestandsaufnahme der klinischen Relevanz von genehmigten Tierversuchsvorhaben: Nach 10 Jahren keine Umsetzung in der Humanmedizin nachweisbar. ALTEX 2005: 22(3); 143-151
  • Lindl, Toni et al.: Evaluation von genehmigten tierexperimentellen Versuchsvorhaben in Bezug auf das Forschungsziel, den wissenschaftlichen Nutzen und die medizinische Relevanz. Altex 2001: 18 (3); 171-178
  • Maloney S.K., Fuller A., Mitchell D. et al.: Translating Animal Model Research: Does It Matter That Our Rodents Are Cold? Physiology. 2014: 29, 413-420
  • Menache, André: Are Animal Models Relevant in Modern Psychiatry. Psychiatric Times 2012: 29: 3
  • Mertens, Jerome et al.: APP Processing in Human Pluripotent Stem Cell-Derived Neurons Is Resistant to NSAID-Based y-Secretase Modulation. Stem Cell Reports 2013: 1(6); 491-498
  • Mogil, S et al.: Olfactory exposure to males, including men, causes stress and related analgesia in rodents. Nature Methods, 2014: 11; 629–632
  • Oxford Centre for Animal Ethics: Normalising the Unthinkable: The ethics of using animals in research. Report edited by Andrew & Clair Linzley. Commissioned by The BUAV and Cruelty Free International 2015
  • Perel, Pablo: Comparison of treatment effects between animal experiments and clinical trials: systematic review. BMJ 2007: 334(7586); 197
  • Perrin, S: Make mouse studies work. Nature 2014: 507; 423-425
  • Pound, Pandora, Michael B Bracken: How predictive and productive is animal research? BMJ 2014: 348; g3719
  • Pound, Pandora et al.: Where is the evidence that animal research benefits humans? British Medical Journal 2004: 328; 514-517
  • Raddatz, Barbara BR et al.: Transcriptomic Meta-Analysis of Multiple Sclerosis and Its Experimental Models. PLOS ONE 2014: 9, e86643
  • Seok J. et al.: Genomic responses in mouse models poorly mimic human inflammatory diseases. PNAS 2013: 110(9); 3507-3512
  • Shanks, Niall et al.: Are animal models predictive for humans? Philosophy, Ethics, and Humanities in Medicine 2009: 4:2 doi: 10.1186/1747-5341-4-2
  • Sironi, Vittorio A.: Sirioni, Vittorio A.: Origin and evolution of deep brain stimulation. Frontiers in Integrative Neuroscience 2011: 5(42); 1-5
  • Van der Worp BH et al.: Can Animal Models of Disease Reliably Inform Human Studies? PlosMedicine 2010: 7; e10000245

Nach Neuzugang (zuletzt hinzugefügte Studien oben):

Ergebnisse aus Krebs-Tierversuchen führen in die Irre

Bereits in einem 2005 veröffentlichten Beitrag im Britisch Medical Journal kommen die Autoren zum Ergebnis, dass nicht Tierversuche, sondern die Entwicklung und Anwendung schneller und zuverlässiger tierversuchsfreier Methoden das Krebsproblem in der Gesellschaft verringern würden.

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ALS-Forschung an Mäusen nutzlos

Einer im März 2014 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Auswertung zufolge ist trotz jahrzehntelanger tierexperimenteller Erforschung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) keine Therapie in Sicht.

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Alzheimer-Tierversuche versagen auf ganzer Linie

Zwischen den Ergebnissen aus Tierstudien für die Erforschung und Behandlung der Alzheimer-Krankheit und der klinischen Realität klafft eine große Lücke. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle, in der Fachzeitschrift ALTEX erschienenen Übersichtsarbeit amerikanischer Wissenschaftler. 

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Studie belegt: Kein Nachweis über angeblichen Nutzen von Tierversuchen

Den Autoren einer im Mai 2014 in der medizinischen Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlichten Studie zufolge fehlt der Nachweis über den Nutzen von Tierversuchen und Gelder, die in die tierexperimentelle Forschung investiert werden, bleiben einer für Mediziner und Patienten sinnvollen Forschung vorenthalten.

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Erforschung der Multiplen Sklerose: Tierversuche sind erwiesener Irrweg

Aus einer Anfang 2014 veröffentlichten Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) geht hervor, dass Tierversuche in der Multiple-Sklerose-Forschung in die Irre führen. Bereits innerhalb unterschiedlicher Tier»modelle« der Multiplen Sklerose zeigt sich eine mangelnde Übertragbarkeit und im Vergleich zum Menschen reagieren diese komplett entgegengesetzt.

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Alzheimer-Tierversuche taugen nichts

Eine aktuelle wissenschaftliche Studie lässt den Rückschluss zu, dass Alzheimer-Tierversuche nicht auf den Menschen übertragen werden können. Die Forscher folgern, dass Untersuchungen an menschlichen Nervenzellen sinnvoller sind und stellen in der Fachzeitschrift Stem Cell Reports ein entsprechendes Untersuchungsmodell vor.

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Riesige Unterschiede zwischen Mensch und Maus

Ein Team aus 39 Wissenschaftlern von 20 US-amerikanischen und kanadischen Forschungseinrichtungen hat in der Fachzeitschrift PNAS vom Januar 2013 eine umfangreiche Studie veröffentlicht, der zufolge Mäuse und Menschen auf Entzündungsprozesse und andere Verletzungen völlig unterschiedlich reagieren.

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Tierversuche können Reaktionen des Menschen nicht vorhersagen

Eine 2013 im International Journal of Medical Sciences veröffentlichte Studie bestätigt erneut, dass Tierversuchsergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar sind. Die Autoren kommen nach ihrer Analyse zu dem Schluss, dass selbst bei einer verbesserten Standardisierung von »Tiermodellen« diese kein geeignetes Mittel sind, um Reaktionen des Menschen auf Medikamente und andere Stoffe vorherzusagen.

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Neue Studie attestiert mangelhafte Qualität von Tierversuchen

Eine aktuelle Studie attestiert erneut Schwachpunkte der tierexperimentellen Forschung. Die Ende November 2009 im Fachjournal PLoS ONE veröffentlichte Untersuchung offenbart eine unsaubere und lückenhafte Methodik bei der Planung und Durchführung von Tierversuchen, sowie bei der Auswertung der Daten und Präsentation der Ergebnisse.

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»Wir sind keine 70 kg-Ratten«

Toxikologe kritisiert im Wissenschaftsmagazin NATURE (Juli 2009) die heutige Praxis der Giftprüfungen insbesondere im Zusammenhang mit dem EU-Chemikalientestprogramm REACH und zeigt Strategien für eine Toxikologie des 21. Jahrhunderts auf.

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Tierversuche unter Beschuss

Das renommierte Wissenschaftsjournal NATURE titelte im Dezember 2006 »Tierversuche wegen schlechter Planung unter Beschuss«. Der kritische Artikel basiert auf einer aktuellen Studie britischer Wissenschaftler.

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Haltungsbedingungen verfälschen Tierversuchsergebnisse

Die Standard-Haltungsbedingen von Ratten, Mäusen und anderen Nagetieren verursachen körperliche und seelische Schäden bei den Tieren, weswegen die Verwendung von Tieren zu Versuchszwecken aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen generell in Frage gestellt werden muss.

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Wo ist der Beweis, dass Tierversuche Menschen zugute kommen?

Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Ergebnisse von Tierversuchen häufig keine Relevanz für den Menschen haben. Sie fordern eine Überprüfung der tierexperimentellen Forschung, da sie den Nutzen von Tierversuchen für den Menschen generell in Frage stellen.

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Von der Fachwelt als unwichtig erachtet

Eine an der University of Waterloo in Ontario, Kanada, durchgeführte Literaturrecherche untersuchte die Zitierhäufigkeit von 594 tierexperimentellen Studien über einen Zeitraum von zehn Jahren. Rund 94 Prozent der Arbeiten wurden weniger als 100mal in zehn Jahren zitiert, das heißt, sie wurden von der Fachwelt als unwichtig erachtet.

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Leiden zu niedrig eingeschätzt

Es wurden 51 in Bayern genehmigte Tierversuchsanträge zwischen 1991 und 1993 analysiert, unter anderem hinsichtlich der Frage, inwieweit die Belastung für die Tiere im Versuch wirklich den Angaben im Versuchsantrag entsprach. Zweidrittel der Antragsteller schätzen die Belastung der Tiere zu niedrig ein, kein einziger zu hoch.

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