Zellkultur-Nährmedien ohne Kälberserum

Tierversuchsfreie Forschung

Zellkultur-Nährmedien ohne Kälberserum

Zellkulturen ersetzen bei Giftigkeitsprüfungen von Chemikalien und in vielen anderen Bereichen bereits Tierversuche. Die Ernährung der Zellen geht allerdings oft mit Tierleid einher. Um die Zellen am Leben zu halten, wird eine Flüssigkeit mit verschiedenen Nährstoffen zugesetzt. Diese enthält meist fetales Kälberserum.

Trächtigen Kühen wird unmittelbar nach dem Schlachten, die Gebärmutter mit dem Fetus entfernt. Dem noch lebenden Kalb wird eine dicke Nadel zwischen die Rippen durch Haut und Muskeln direkt in das schlagende Herz gestoßen. Das Blut wird abgesaugt, bis das Tier blutleer ist und stirbt. Weltweit werden so jedes Jahr etwa ein bis zwei Millionen Kälber zu Tode gebracht. Zum Teil werden sogar extra Kälber für diesen Zweck gezüchtet. Innerhalb der Wissenschaft besteht heute kein Zweifel mehr, dass ungeborene Säugetiere Schmerz empfinden können.

Dass Zellkulturen auch ohne Kälberserum wachsen können, zeigt die aktuelle Liste der britischen Organisation Dr Hadwen Trust (DHT). Sie enthält 412 Nährmedien für eine Vielzahl verschiedener Zelllinien, die von Firmen kommerziell angeboten werden. Sie enthalten verschiedene Salze, Aminosäuren, Zucker, Vitamine und Pflanzenstoffe in unterschiedlicher Zusammensetzung. 

Der DHT– wie auch die Ärzte gegen Tierversuche – akzeptiert nur Nährmedien, die ganz tierleidfrei hergestellt werden. Nur so geht ethisch vertretbare Forschung. 

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