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Humanmedizin

Krebs und Tierversuche - keine Erfolgsstory

Dr. med. vet. Corina Gericke

Krebs tötet heute mehr Menschen als je zuvor. In der westlichen Welt ist Krebs nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur zweithäufigsten Todesursache geworden. Prognosen gehen sogar davon aus, dass Krebs in wenigen Jahren zur Todesursache Nummer eins werden wird (1). Trotz eines jahrzehntelangen, ungeheuren Aufwandes von Universitäten und Pharmaindustrie und der Investition von Milliarden Forschungsgeldern, ist kein Licht am Ende des Tunnels sichtbar. Die vorwiegend tierexperimentell ausgerichtete Krebsforschung hat offensichtlich auf ganzer Linie versagt.

Krebs - entartete Zellen

Krebs ist so alt wie die Menschheit selbst. Knochenfunde aus dem Inka-Reich vor 5.000 Jahren weisen bereits auf Krebserkrankungen hin. Krebs ist keine bestimmte Einzelerkrankung, sondern umfasst ein breites Spektrum bösartiger Tumoren, die sich in Verlauf und Gefährlichkeit stark unterscheiden können. Normalerweise arbeiten die Milliarden Zellen des menschlichen Körpers harmonisch zusammen. Bei der Entwicklung von Krebs geraten die Zellen außer Kontrolle, vermehren sich ungeordnet und werden aggressiv. Damit erlangen sie auch die Fähigkeit, in umliegendes Gewebe einzudringen und dieses zu zerstören. Mit Blut- oder Lymphstrom können sie in andere Organe geschwemmt werden und bilden dort so genannte Metastasen.

Krebs auf dem Vormarsch

Krebs ist heute mit rund 25% die zweithäufigste Todesursache in der westlichen Welt (2). Seit den 30er Jahren steigt die Krebsrate unaufhörlich an. Die Anzahl der an Krebs verstorbenen Menschen verdoppelte sich in den alten Bundesländern von 1952 bis 1995 von 89.485 auf 173.782 (3). Heute (2002) erkranken in Deutschland jährlich rund 340.000 Menschen an Krebs; etwa 210.000 sterben an den Krankheitsfolgen (4). Trotz jahrzehntelanger, intensiver Forschung und Milliardeninvestitionen wird die Medizin der bösartigen Tumoren nicht Herr.

Fehlschläge der tierexperimentellen Krebsforschung

Das erste belegte Krebsexperiment wurde 1773 durchgeführt. Als der französische Wissenschaftler Bernard Peyrilhe einem Hund Flüssigkeit aus der Brust einer krebskranken Patientin übertrug, glaubte man der Krankheit auf der Spur zu sein, eine Therapie in greifbarer Nähe zu haben (5). 230 Jahre und Milliarden Versuchstiere später ist der Krebs noch immer nicht besiegt. Die Geschichte der tierexperimentellen Krebsforschung ist eine Geschichte von Misserfolgen und Fehlschlägen. Als 1957 das Interferon entdeckt wurde, galt es als die »Wunderwaffe« gegen Krebs und etliche andere Krankheiten. Doch das Wunder blieb aus. In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Chemotherapie als neue große Hoffnung für Krebskranke gefeiert. Doch angesichts der schrecklichen Nebenwirkungen fragt man sich vielfach, ob die Patienten nicht eher durch die Therapie als am Krebs sterben.

In den 70er Jahren wollte das National Cancer Institute (NCI) in den USA das Krebsproblem ein für allemal lösen. Es testete nicht weniger als 500.000 Stoffe an Mäusen. Der Erfolg dieses ehrgeizigen Projektes? Nur 0,0001% der Substanzen zeigten überhaupt eine Wirkung gegen Krebs (6) - allerdings nur bei Mäusen, beim Menschen war es ein Misserfolg auf ganzer Linie. Das NCI zog die Konsequenz daraus und stellte das »Maus-Screening-Programm« ein (7). Die tierexperimentelle Forschung ging in aller Welt trotzdem weiter.
»Unsere Kinder werden nicht mehr an Krebs leiden«, tönte 1989 der französische Krebsspezialist Lucien Israel und bezog sich auf die relativ neue Gentechnik (8).

1992 wieder ein Jubelschrei der Wissenschaftler: die so genannte Krebsmaus wurde als erstes Säugetier in Europa patentiert. US-Forschern war es einige Jahre zuvor gelungen, ein menschliches Krebs-Gen in das Erbgut von Mäusen zu schleusen. Die Nagetiere bekamen frühzeitig Krebs und sollten nun endlich zum Durchbruch bei der Bekämpfung der Krankheit verhelfen. Doch wieder folgte die Ernüchterung. Professor Axel Ullrich, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in München, spricht zehn Jahre nach der Patentierung der Krebsmaus nur von einem »symbolischen Schritt«, der ohne »praktische Bedeutung« geblieben ist (9). Auch andere Strategien gegen Krebs, wie zum Beispiel die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte mit »Immunmodulatoren«, waren nichts als heiße Luft. »Tausende so genannter Immunmodulatoren sind durch eingehende Tests gegangen. Bis heute hat keiner die Hoffnung erfüllt. Viele wirkten nur im Tierversuch, versagen aber beim Menschen,« bestätigt Prof. Dr. Rolf Kreienberg von der Deutschen Krebsgesellschaft und Leiter der Uni-Frauenklinik in Ulm (10). Und Dr. Richard Klausner, Direktor des National Cancer Institute (NCI) in den USA resümiert: »Seit Jahrzehnten heilen wir Krebs bei Mäusen, aber beim Menschen klappt es einfach nicht (11).«

Es mag unbestreitbar bei einigen seltenen Krebsarten gewisse Behandlungserfolge geben. Doch die Gesamtbilanz ist angesichts des ungeheuren Aufwandes, der gerade in diesem Bereich getrieben wird, mehr als ernüchternd. Wie ist das zu erklären?

Künstlich krank gemachte Tiere

Die Medizin ist immer noch weit davon entfernt, den Krebs auch nur ansatzweise im Griff zu haben. Diese Tatsache überrascht nicht, denn die »Objekte« der Forschung, die Tiere, sind nun einmal anders als wir Menschen. Die Ergebnisse aus Tierversuchen sagen nur etwas über die Reaktionen der verwendeten Tierart aus. Dies gilt nicht nur für die Krebsforschung, sondern auch für alle anderen Wissenschaftsbereiche. Keine Tierart kann für eine andere Tierart als »Stellvertreter« dienen, geschweige denn für den Menschen. Die Reaktionen zum Beispiel auf Gifte oder Medikamente sind schon zwischen verschiedenen Tierarten, erst recht aber zwischen Tier und Mensch, häufig sehr unterschiedlich. Deshalb sind Experimente an Tieren völlig ungeeignet, um Krankheiten des Menschen zu erforschen und zu heilen.

Diese offenkundige Verschiedenheit zwischen Tier und Mensch sowie die Tatsache, dass es viele Krankheiten des Menschen im Tierreich nicht gibt, will die tierexperimentelle Forschung durch so genannte »Tiermodelle« umgehen, d.h. Tiere werden »künstlich krank gemacht« oder gentechnisch manipuliert. Auf diese Weise sollen die Symptome menschlicher Erkrankungen simuliert werden. So wird Krebsforschung an Tieren betrieben, denen menschliche Krebszellen injiziert oder Krebsgene eingepflanzt wurden. Auch wenn Tiere auf noch so ausgeklügelte Weise manipuliert werden, sie können niemals als 'Modell' für den Menschen dienen.

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Ein Retinoblastom (Augenkrebs) kommt natürlicherweise nur beim Menschen, aber bei keiner einzigen Tierart vor. 1992 gelang es mit gentechnischen Methode Mäuse zu 'produzieren', die einen Gendefekt genau an der gleichen Stelle aufwiesen, wie menschliche Retinoblastom-Patienten. Das Problem war nur, dass bei den Mäusen keinerlei Augenveränderungen zu beobachten waren. Stattdessen entwickelten die Tiere Tumore im Gehirn und in der Hirnanhangsdrüse (12). Mäuse mit einem beim Menschen vorkommenden Gendefekt zu erzeugen, kann also nicht die Lösung sein. Die Artenschranke bleibt trotzdem bestehen.

Irreführende Tierversuche

Die tierexperimentelle Krebsforschung geht davon aus, dass die Entstehung von Krebs durch einen bestimmten Faktor ausgelöst wird, z.B. einen Gendefekt oder eine krebserregende Substanz. Tatsächlich handelt es sich aber um ein ganzes Ursachengeflecht. Diese Vielfalt der möglichen Ursachen und ihrer Kombinationen können im »Tiermodell« niemals nachgeahmt werden.

Zu den auslösenden Faktoren einer krebsartigen Entartung von Zellen - das wissen wir heute - gehören Rauchen, fleischreiche Ernährung, Alkohol, zu intensive Sonneneinstrahlung, Umweltgifte sowie eine familiäre Veranlagung. Knapp ein Drittel aller Krebsfälle wird durch Rauchen verursacht, ein weiteres Drittel geht auf das Konto falscher Ernährung. Diese Tatsachen, die heute niemand mehr bestreiten wird, beruhen jedoch nicht auf Erkenntnissen aus Tierversuchen, sondern aus epidemiologischen Studien, d.h. auf der Beobachtung von Menschen. Tierversuche waren hingegen bei der Aufklärung der Zusammenhänge von bestimmten Umweltfaktoren und Krebs hinderlich und irrführend.
Jahrzehntelang wurde bestritten, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht, da dies im Tierversuch nicht nachvollziehbar war (13). Wie üblich vertraute man lange auf die Ergebnisse der Tierversuche, obwohl epidemiologische Studien die Gefahren des Rauchens längst bewiesen hatten (14).

Ein zweites Beispiel: Jahrzehntelang wurde die Gefährlichkeit von Asbest verleugnet, weil Ratten den Stoff wesentlich besser tolerieren als der Mensch. In einer Studie wurde festgestellt, dass Menschen gegenüber Asbest 300mal empfindlicher sind als Ratten (15). In einer anderen Untersuchung mussten Ratten eine 100fach höhere Konzentration Asbest als Asbestarbeiter einatmen, um Lungenkrebs zu bekommen und sogar eine 1000fach höhere, um ein Mesotheliom (Krebs des Bauch- und Brustfells) zu entwickeln (16). Hamster sind bei der Asbest-Inhalation sogar noch widerstandsfähiger als Ratten (17). Tatsächlich ist die krebserregende Wirkung von Asbest ausschließlich durch Humanstudien, vor allem im Bereich der Arbeitsmedizin, aufgedeckt worden.

Karzinogentitätstests - so zuverlässig wie ein Münzwurf

Nicht um die Bekämpfung von Krebs, sondern um die Aufdeckung krebserregender Eigenschaften von Chemikalien und anderen Substanzen, geht es bei den Karzinogentitätstests. Doch Tierversuche sind auch für diesen Zweck vollkommen ungeeignet. Üblicherweise werden die Teststoffe Ratten und Mäusen während über einen großen Teil ihrer Lebenszeit verabreicht, also zwei bis zweieinhalb Jahre lang. Die Organe und Gewebe der gestorbenen, bzw. die am Ende der Studie getöteten Tiere werden unter dem Mikroskop auf abnorme Veränderungen überprüft. Die Aussagekraft der Tierversuche für die Risikoabschätzung beim Menschen ist gleich null. »Genauso gut könnte man eine Münze werfen«, meinte Dr. David Salzburg von der Pharmafirma Pfizer (18). Zu dieser Erkenntnis kam er bei einem Vergleich von 170 vom NCI an Tieren getesteten Verbindungen mit bekannten Wirkungen am Menschen. Die Trefferquote lag bei 50%.

Nagetiere und Menschen reagieren auf chemische Substanzen oft vollkommen unterschiedlich. Mitunter sind Tiere sehr viel empfindlicher gegenüber krebsauslösenden Substanzen, manchmal ist es aber auch umgekehrt: 19 von 20 Testsubstanzen, die beim Menschen als sicher galten, riefen bei Nagern Krebs hervor (19). Aber von 19 bekannten krebserregenden Stoffen des Menschen, erwiesen sich nur 7 als krebserregend bei Nagern (20). Selbst die nah miteinander verwandten Ratten und Mäuse zeigen unterschiedliche Reaktionen. In einer Studie wurden die krebserregenden Eigenschaften von Stoffen bei Ratten und Mäusen verglichen. 46% der getesteten Substanzen waren karzinogen bei Ratten, aber nicht bei Mäusen (21). In einer anderen Studie gab es bei 30% von 214 getesteten Stoffen Unterschiede zwischen Ratten und Mäusen zu verzeichnen (22). Und noch ein besonders eindrucksvolles Beispiel: Der künstliche Süßstoff Saccharin ruft bei männlichen Ratten Blasenkrebs hervor, nicht aber bei weiblichen Ratten, Mäusen, Hamstern, Affen und Menschen (7).

Karzinogenitätstests werden mit dem Ziel durchgeführt, Menschen vor schädlichen Stoffen zu schützen. Wegen der Unterschiedlichkeit zwischen Mensch und Tier stellen Tierversuche in diesem Bereich eine enorme Gefährdung des Verbrauchers dar.

Fortschritt ohne Tierversuche

Einige wenige Ursachen von Krebs, wie zum Beispiel eine familiäre Veranlagung oder bestimmte Viren, sind nicht durch eigenes Handeln beeinflussbar. Doch das Gros der Krebsfälle, das weiß man heute, wäre vermeidbar.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die wichtigsten Erkenntnisse über die Entstehung von Krebs auf epidemiologischen Studien und klinischer Forschung beruhen, d.h. auf sorgsamer Beobachtung kranker und gesunder Menschen. So belegen mittlerweile über 290 epidemiologische Studien, dass ein hoher Verzehr von Gemüse und Obst vor der Entstehung von Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen schützt. 30 bis 40% aller in Deutschland auftretenden Krebsfälle wären durch gesündere Kost zu verhindern (23). Ein Drittel wird durch Tabakrauch hervorgerufen. Weitere 4% der Krebsfälle werden mit schädlichen Stoffen am Arbeitsplatz in Zusammenhang gebracht, 3% mit Alkohol und 2% mit Umweltgiften (24).

Bis zu 80% der Krebserkrankungen wären also vermeidbar - zumindest theoretisch. »Die Tatsache, dass dennoch mehr asbestsaniert wird als dass Raucher das Rauchen einstellen, zeugt vom Problem der subjektiven Risikoreflexion, das offenbar einer rationalen Argumentation nur schwer zugänglich ist (25).« Auch wenn die Notwendigkeit einer gesunden Lebensweise vielen Zeitgenossen nur schwer zu vermitteln ist, muss an der Prävention von Krebs angesetzt werden, müssen hierfür Gelder locker gemacht werden.

Bei der Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten für Krebsarten, die sich nicht durch Prävention verhindern lassen sowie für die Therapie von bereits erkrankten Patienten, kann die so genannte »In-vitro-Forschung« weiterhelfen. Die typischen Eigenschaften von Krebszellen wie das Einwachsen in andere Gewebe, die Aggressivität, die gestörte Wachstumsregulierung können sehr gut »in vitro«, also »im Reagenzglas« z.B. anhand von Zellkulturen studiert werden. Potentielle krebshemmende Substanzen lassen sich so z.B. auf ihre Wirksamkeit, Schädlichkeit und Verteilung im Tumorgewebe testen. Auch die krebserzeugenden Eigenschaften von Chemikalien können mit Hilfe von Zellkulturen festgestellt werden. Die Ergebnisse aus solchen Studien liefern im Gegensatz zum Tierversuch nicht nur sinnvolle, für den Menschen relevante Ergebnisse, sie sind zudem auch noch billiger und schneller als die entsprechenden Tests am Tier. Beispielsweise dauert der übliche Tierversuch zur Feststellung krebserregender Eigenschaften einer Substanz drei bis fünf Jahre. Der tierversuchsfreie SHE-Test hingegen liefert schon nach wenigen Wochen verlässliche Resultate. Mit Hilfe solcher moderner Verfahren kann die Krebsforschung unblutig, aber wirkungsvoll vorangetrieben werden.

Milliardengeschäft Krebs

Wenn Tierversuche zu keinen sinnvollen Ergebnissen führen und andere Forschungsmethoden so viel besser sind, warum müssen dann immer noch so viele Tiere leiden?

Die tierexperimentelle Krebsforschung ist ein Milliardengeschäft. Sie garantiert Experimentatoren, Universitäten und Pharmaindustrie eine langjährige großzügig fließende Einnahmequelle. Denn einerseits macht die Angst vor Krebs enorme Mengen von Spenden- und Steuergeldern locker. Andererseits wird dafür gesorgt, dass es immer mehr Krebskranke gibt, die kostenintensiv beforscht und behandelt werden sollen.

Tierversuche sind immer noch unumstößlicher Bestandteil der Wissenschaftlerlaufbahn. Patientenorientierte klinische Forschung hat hingegen sowohl im akademischen Bereich als auch in der Industrie nur einen geringen Stellenwert. Sie gilt als wenig karrierefördernd (26) So bleiben hier nicht nur die Nachwuchswissenschaftler aus, sondern auch die Fördergelder. Während mehrstellige Millionenbeträge für Tierexperimente verschleudert werden (27), fließen nur Bruchteile der Ausgaben von Bund, Ländern und Pharmaindustrie in die Verhinderung von Krebserkrankungen.

Viele Menschen sind eher bereit sich auf 'Stahl, Strahl und Gift' der tierexperimentell orientierten Medizin zu verlassen, als an ihrem eigenen Lebensstil etwas zu ändern. Viele betrachten ihren Körper als eine Art Maschine. Ist sie kaputt, soll der Arzt sie wieder reparieren. Dabei kommen neue 'Wunderpillen' gerade recht. Auch wenn diese beim Patienten schließlich nicht die gewünschte Wirkung zeigen, hat die Pharmaindustrie erst einmal gut daran verdient. Aufklärung der Bevölkerung und Übernahme von Verantwortung für die eigene Gesundheit sind hingegen wenig spektakulär und doch der einzige Weg aus der Sackgasse.

Fazit

Zweifelsohne ist Krebsforschung ungeheuer wichtig - heute mehr denn je. Die jahrzehntelange einseitige Ausrichtung der Krebsforschung an Tierversuchen hat bisher nicht nur nichts Wesentliches im 'Kampf gegen den Krebs' beigetragen, sondern hat eher zu einer Behinderung der Erforschung von Ursachen und Behandlung geführt. Um endlich wirkliche Fortschritte in diesem Bereich zu erzielen und um kranken Menschen tatsächlich zu helfen, darf nicht länger an Tieren herumexperimentiert werden, muss diese archaische Forschungsmethode endlich der Geschichte angehören. Stattdessen muss die Medizin auf eine Verhinderung der Entstehung von Krebs sowie auf tierversuchsfreie Forschungsmethoden setzen.

 

Literatur

1 Pressedienst des deutschen Bundestages, 28.2.03
2 Statistisches Bundesamt www.destatis.de
3 Der Spiegel 6/1998
4 Deutsche Krebsgesellschaft Gesundheitsberichtserstattung des Bundes www.gbe-bund.de
5 Hans Ruesch: Die nackte Herrscherin, Hirthammer-Verlag, 1978, S. 27
6 Apple MA, (1977). In Cancer: a comprehensive treatise, Plenum Press, New York
7 BUAV (1995): Factsheet M8: cancer
8 Bild 31.10.89
9 Braunschweiger Zeitung 25.05.02
10 Barmer 1/2001
11 The Times 30.07.02
12 Nature 1992: 359, 295-300
13 The Lancet 25.06.77, 1348-1349
14 BMJ 26.06.54, 1451-1455
15 Ann. Occup. Hyg. 1995: 39, 715-725
16 Int. Arch. Occup. Environ. Health 2000: 73 (suppl), 53-59
17 Toxicol. Appl. Pharmacol. 2002: 181, 93-105
18 Münchner medizinische Wochenschrift 1983: 125 (27), 8
19 Ennever, FK et al (1987), Mutagenesis 2:73-78
20 Salsburg, D. (1983). Fundamental & Applied Toxicology 3:63-67
21 Di Carlo, FJ (1984), Drug Metabolism Reviews 15:409-413
22 Nature 1988: 336, 631-633
23 VDI nachrichten 25.2.00
24 BMJ 1994: 308, 1667-1670
25 W Tietze, B-M Bellach: »Über den Zusammenhang von Prävention und Epidemiologie« In: C. Klotter (Hrsg.): Prävention im Gesundheitswesen, Verlag für Angewandte Psychologie, Göttingen 1997, S. 148
26 Deutsches Ärzteblatt 2001: 98(50)
27 http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/infos/allgemein/269-was-kosten-tierversuche.html 

 

Stand: 10/2004


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