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Botox-Adressen

Bitte schreiben Sie an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. Hier finden Sie einen Musterbriefe für den E-Mail-Versand. Einfach den Brief in eine E-Mail kopieren.

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Musterbrief 

Herrn
Bundeslandwirtschaftsminister 
Cem Özdemir
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
11055 Berlin
Fax: 030-18529-3179
E-Mail: poststelle@bmel.bund.de

Sehr geehrter Herr Bundesminister Özdemir, 

ich bin entsetzt zu erfahren, dass 11 Jahre nach der behördlichen Anerkennung des ersten tierversuchsfreien Tests für die Chargenprüfung von Botulinumtoxinprodukten (kurz: Botox) durch die Firma Allergan immer noch die extrem grausamen Botox-Tierversuche stattfinden. Dabei wird Gruppen von Mäusen das Nervengift in verschiedenen Dosierungen in die Bauchhöhle injiziert. Das Gift lähmt die Atemmuskulatur, die Tiere erleiden große Schmerzen und sterben nach tagelangem Todeskampf einen qualvollen Erstickungstod. 

Nach Allergan haben auch die Hersteller Merz und Ipsen nach jahrelangen Kampagnen von Ärzte gegen Tierversuche e.V. und anderen Vereinen eine Anerkennung für ihre Zelltests zur Testung ihrer Botox-Produkte erhalten und ersetzen damit zumindest einen großen Teil der LD50-Tests. Diese Firmen haben damit gezeigt, dass durch Druck von außen ein Ersatz des LD50-Tests möglich ist. 2019 hat die Firma Sloan Pharma eine Genehmigung für LD50-Tests an 46.800 Mäusen für die Testung ihres Botulinumtoxin-B-Produkts NeuroBloc bekommen. Im Jahr 2021 sind erneut Botox-Tests an 22.440 Mäusen genehmigt worden. Es ist skandalös, dass nach wie vor eine solch riesige Anzahl Mäuse in diesen qualvollen Versuchen leiden und sterben muss! 

Das Tierleid für Botox-Produkte muss endlich gestoppt werden! Dazu muss der LD50-Test aus den Regularien gestrichen werden. Das Europäische Arzneibuch erlaubt zwar eine Reihe von tierfreien Testmethoden, aber auch der LD50-Test an Mäusen ist erlaubt. 

Ich bitte Sie nachdrücklich,

- sich bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA für die Streichung des LD50-Tests für Botulinumtoxinprodukte im Europäischen Arzneibuch einzusetzen
- und sich für ein EU-weites Tierversuchs- und ein Vermarktungsverbot für an Tieren getestete Botulinumtoxinprodukten einzusetzen.

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

 

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