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Botox-Adressen

Bitte schreiben Sie an die Herstellerfirmen von Botulinumtoxinprodukten und Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner. Hier finden Sie die Adressen sowie vorbereitete Musterbriefe für den E-Mail-Versand. Einfach die Briefe in eine E-Mail kopieren.

Die Musterbriefe können Sie auch für den Postversand als Word-Datei herunterladen.

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Adressen

Frau
Bundeslandwirtschaftsministerin 
Julia Klöckner
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
11055 Berlin
Fax: 030-18529-3179
E-Mail: poststelle@bmel.bund.de

Eisai GmbH Deutschland
Lyoner Str. 36
60528 Frankfurt
Fax: 069-6658525
E-Mail: kontakt@eisai.net

Musterbriefe für den E-Mail-Versand

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner
poststelle@bmel.bund.de

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Klöckner,

Tierversuche werden von weiten Teilen der Bevölkerung als grausam und unnötig abgelehnt. Besonders inakzeptabel ist es, wenn tierversuchsfreie Verfahren vorhanden sind, ihr Einsatz aber nicht erfolgt. Bei den Botox-Tierversuchen ist dies der Fall. 

Jede Charge Botulinumtoxin (kurz: Botox) wird in dem besonders grausamen LD50-Test getestet, indem die Substanz Gruppen von Mäusen in die Bauchhöhle injiziert wird. Das Nervengift lähmt die Atemmuskulatur, die Tiere erleiden große Schmerzen und sterben nach tagelangem Kampf einen qualvollen Erstickungstod. 

Die Botox-Hersteller Allergan, Merz und unlängst Ipsen haben eine Anerkennung für ihre Zelltests zur Testung ihrer Botox-Produkte erhalten und ersetzen damit zumindest einen großen Teil der LD50-Tests. 

Die japanische Firma Eisai testet jedoch ihre Botox-Produkte nach wie vor beim Hamburger Auftragslabor LPT an Mäusen. Für die Jahre 2014 und 2015 wurden Tierversuche an 60.000 bzw. 30.000 Mäusen von der zuständigen Behörde in Hamburg genehmigt. 

Nach §7a des deutschen Tierschutzgesetzes besteht eine Verpflichtung, tierversuchsfreie Methoden einzusetzen, wenn der verfolgte Zweck auf diese Weise ebenso erreicht werden kann wie mit einem Tierversuch. Es ist sowohl aus Sicht des Tierschutzes als auch rechtlich nicht akzeptabel, dass Hersteller weiterhin Tierversuche durchführen lassen, obwohl eine behördlich anerkannte tierversuchsfreie Methode vorhanden ist. 

Zwar müsste eine tierversuchsfreie Testmethode für das Präparat von Eisai noch validiert werden, aber solange dies nicht erfolgt ist, sind die entsprechenden Tierversuche zu verbieten. 

Ich bitte Sie nachdrücklich,
- von der Firma Eisai einen sofortigen Umstieg auf tierversuchsfreie Methoden zu fordern,
- die Genehmigungsbehörde in Hamburg anzuweisen, die Botox-Tierversuche nicht länger zu genehmigen,
- sich für ein EU-weites Tierversuchs- und ein Vermarktungsverbot für an Tieren getestete Botulinumtoxinprodukten einzusetzen
- und sich für die Aufnahme der bereits anerkannten zellbasierten Methoden in das Europäische Arzneibuch einzusetzen. 

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

==========================

Eisai GmbH Deutschland
kontakt@eisai.net

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Entsetzen habe ich erfahren, dass Ihre Firma für die Chargenprüfung Ihres Botulinumtoxin-B-Produkts Neurobloc® beim Hamburger Auftragslabor LPT grausame Tierversuche durchführen lässt. 

Bei diesem sogenannten LD50-Test wird Mäusen das Gift in verschiedenen Verdünnungen in die Bauchhöhle injiziert, um die Menge zu ermitteln, bei der die Hälfte der Mäuse stirbt. Für die Tiere ist dies mit furchtbaren Qualen verbunden. Es kommt zu Muskellähmungen, Sehstörungen und Atemnot. Der Todeskampf kann sich über drei oder vier Tage hinziehen. Die Mäuse ersticken schließlich bei vollem Bewusstsein. 

Bereits 2011 erfolgte die erste Zulassung eines zellbasierten Tests für die Chargenprüfung von Botulinumtoxin-A-Produkten. Der Ersatz des grausamen Tierversuchs ist also möglich.

Nach §7 des deutschen Tierschutzgesetzes besteht eine Verpflichtung, tierversuchsfreie Methoden einzusetzen, wenn der verfolgte Zweck auf diese Weise ebenso erreicht werden kann wie mit einem Tierversuch.

Ich fordere Sie auf, eine tierversuchsfreie Testmethode zu entwickeln und die Tierversuche für die Prüfung von Neurobloc® sofort einzustellen. Für den Zeitraum bis zur Anerkennung einer Zellmethode ist auf die Produktion Ihres Präparates zu verzichten.

Solange Sie Tierversuche durchführen, werde ich Ihre Produkte boykottieren.

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen


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