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Dokument 1181Titel: Tumor-Nekrose-Faktor a und eine RANKL-Blockade kann die Bildung von Knochenspornen bei einer experimentellen entzündlichen Gelenkentzündung nicht aufhalten
Hintergrund: Mechanismen bei den Krankheitsprozessen bei einer experimentell ausgelösten entzündlichen Gelenkentzündung.
Tiere: 132 Tiere verschiedener Arten (108 Ratten, 24 Mäuse)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Experimente finden unter deutscher Federführung in den USA statt. Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Wilmington, MA, USA. Bei den Tieren wird auf zwei verschiedene Arten eine entzündliche Arthritis (Gelenkentzündung) ausgelöst. Bei der ersten Methode (Andjuvans-induzierte Arthritis) werden durch Hitze abgetötete und mit Paraffinöl vermischte Tuberkulosebakterien in den Schwanzansatz injiziert. Bei der zweiten Methode (Kollagen-induzierte Arthritis) wird Kollagen (Bindegewebe) vom Schwein mit Freund’s Adjuvans, einem reizenden Mineralöl, mehrfach in die Rückenhaut gespritzt. Nach einem nicht genannten Zeitraum kommt es bei den Tieren zu einer Entzündung der Gelenke. Die Schwellung der Hinterpfoten wird täglich gemessen, indem die Pfote in ein Wasserglas gehalten und die Menge des überlaufenden Wassers ermittelt wird. Oder die Dicke der Pfote wird mit einem Messschieber gemessen. Ein Teil der Ratten wird zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach Beginn der Schwellung, bis zu 27 Tage später, getötet. Die Art der Tötung wird nicht genannt. Die Pfoten werden feingeweblich untersucht. Andere Ratten erhalten ab dem Tag vier nach dem Auftreten der Schwellung zehn Tage lang eine von drei unterschiedlichen Hemmsubstanzen verabreicht.

In einem weiteren Experiment werden bei 24 Mäusen die genannten Arthritis-Formen ausgelöst. Sie erhalten am Tag des Auftretens der klinischen Symptome (Schwellung der Pfoten) zehn Tage lang eine Behandlung mit einer Hemmsubstanz. Anschließend werden die Mäuse getötet.

Bereich: Rheumaforschung, Pathophysiologie

Originaltitel: Tumor necrosis factor a and RANKL blockade cannot halt bony spur formation in experimental inflammatory arthritis

Autoren: Georg Schett (1)*, Marina Stolina (2), Denise Dwyer (2), Debra Zack (2), Stefan Uderhardt (1), Gerhard Krönke (1), Paul Kostenuik (2), Ulrich Feige (1)

Institute: (1) Innere Medizin 3 und Institut für Klinische Immunologie, Universitätsklinikum Erlangen, Universität Erlangen-Nürnberg, Krankenhausstr. 12, 91054 Erlangen, (2) Amgen Inc. Thousand Oaks, California, USA

Zeitschrift: Arthritis & Rheumatism 2009: 60(9), 2644-2654

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4030



Dokument 1182Titel: Ein Mausmodel für eine ortsspezifische mikrovaskuläre endotheliale Nierenschädigung und thrombotische Mikroangiopathie
Hintergrund: Für die schwere Schädigung der Nierenblutgefäße gibt es bereits ein "Modell" an der Ratte. Da es laut Aussage der Autoren noch kein "Mausmodell" gibt, wird in dieser Arbeit eines etabliert. Die Autoren folgern, dass die Ursachen für die Nierenblutgefäßschädigung beim Menschen zwar eine andere sei, sie glauben aber, dieses Modell ein "vielversprechendes Forschungsinstrument" sei, um die Mechanismen dieser Krankheit zu untersuchen.
Tiere: 106 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River WIGA, Sulzfeld. Bei den Mäusen wird eine schwere Nierenschädigung hervorgerufen. Dazu wird unter Narkose die linke Flanke aufgeschnitten. Die linke Nierenarterie wird Concanavalin A injiziert, ein Eiweiß aus der Jackbohne (südamerikanische Pflanze). Dieses heftet sich an Strukturen der Nierengefäße. Anschließend wird eine Flüssigkeit mit Antikörpern gegen das Concanavalin A injiziert. Die Antikörper wurden in Schafen produziert. Die Antikörper bewirken eine heftige Immunreaktion des Körpers mit dem Resultat, dass die Nierengefäße zerstört werden. Die Flanke der Maus wird wieder zugenäht. Ein Teil der Mäuse erhält eine niedrige Dosis Concanavalin A, die wenig Schaden anrichtet. Andere Mäuse erhalten eine hohe Dosis der Substanz. Wieder andere Mäuse werden zur Kontrolle unbehandelt gelassen. In bestimmten Zeitabständen zwischen einer Stunde und bis zu 7 Tagen nach der Operation werden jeweils einige Mäuse getötet. Die Tötung auf nicht beschrieben Weise unter Narkose.

Bereich: Nierenforschung, Pathophysiologie

Originaltitel: A murine model of site-specific renal microvascular endothelial injury and thrombotic microangiopathy

Autoren: Bernd Hohenstein (1), Andrea Braun (1), Kerstin U. Amann (2), Richard J. Johnson (3), Christian P.M. Hugo (1)*

Institute: (1) Medizinische Klinik 4, Nephrologie und Hypertensiologie, Universitätsklinikum Erlangen, Universität Erlangen-Nürnberg, Loschgestr. 8, 91054 Erlangen, (2) Institut für Pathologie, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, (3) Division of Nephrology, Hypertension, and Renal Transplantation, University of Florida, Gainesville, FL; USA

Zeitschrift: Nephrology Dialysis Transplantation 2008: 23, 1144-1156

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4029



Dokument 1183Titel: Pharmakologische Hemmung von Integrin avß3 verschlimmert eine experimentelle Leberfibrose und unterdrückt die Blutgefäßneubildung in der Leber
Hintergrund: Eine Leberfibrose geht mit Umbauvorgängen einher, bei denen Lebergewebe durch Bindegewebe ersetzt wird. Leberfibrose wird beim Menschen durch Viren oder Alkohol verursacht. Bei Ratten wird Leberfibrose durch Abbinden des Gallenganges oder 12-wöchige Gabe einer giftigen Chemikalie hervorgerufen. Bei diesen Ratten wird die Wirkung einer Testsubstanz getestet.
Tiere: 30 Ratten (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde in Unterfranken und der Ethikkommission der Schweiz genehmigt. Die Ratten stammen von dem Versuchstierzüchter Charles River, Sulzfeld. Bei den Tieren wird auf zwei verschiedene Weisen eine Leberfibrose ausgelöst. Bei 15 Ratten wird unter äthernarkose der Bauch aufgeschnitten. Der Gallengang wird abgebunden und durchschnitten. Bei 15 weiteren Ratten wird eine Leberfibrose ausgelöst, indem ihnen 12 Wochen lang zweimal pro Woche die giftige, krebserregende Chemikalie Thioazetamid verabreicht wird. Die Art der Verabreichung wird nicht genannt. Jeweils ein Teil der Tiere wird ab einer Woche nach der Operation bzw. Beginn der Giftverabreichung mit einer Testsubstanz behandelt. Die anderen Tiere bleiben als Kontrolle unbehandelt. Die Behandlung besteht in täglich zweimaliger Injektion in die Bauchhöhle über einen Zeitraum von acht Wochen. Schließlich werden die Ratten betäubt und durch Ausbluten getötet. Die Lebern werden zur gewebekundlichen Untersuchung entnommen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, einem National Institutes of Health Grant, dem Schweizer Nationalfond und der Werner und Hedy Berger-Janser Stiftung.

Bereich: Leberforschung, Pathophysiologie

Originaltitel: Pharmacological inhibition of Integrin avß3 aggravates experimental liver fibrosis and suppresses hepatic angiogenesis

Autoren: Eleonora Patsenker (1,2), Yury Popov (1,3), Felix Stickel (2), Vreni Schneider (2), Monika Ledermann (2), Hans Sägesser (2), Gerald Niedobitek (4), Simon L. Goodman (5), Detlef Schuppan (1,3)*

Institute: (1) Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum Erlangen, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen Ulmenweg 18, 91054 Erlangen, (2) Institut für Klinische Pharmakologie und Viszeralforschung, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, (3) Division of Gastroenterology, Beth Israel Deaconess Medical Center and Harvard Medical School, Boston, MA, USA, (4) Institut für Pathologie, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, (5) Krebsforschung, Merck KG, Darmstadt

Zeitschrift: Hetatology 2009: 50, 1501-1511

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4028



Dokument 1184Titel: Einfluss der Resthöhe des Kieferknochenrands auf die Knochenintegration von Implantaten im Oberkiefer: Eine Pilotstudie
Hintergrund: Wie viel Kieferknochen muss noch vorhanden sein, um Zahnimplantate einbringen zu können?
Tiere: 8 Schweine (Göttinger Minischweine)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die acht Göttinger Minischweine stammen aus der Versuchstierzucht Ellegaard, Dalmose, Dänemark. Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde Mittelfranken genehmigt. Den Schweinen werden auf einer Seite des Oberkiefers fünf Backenzähne gezogen. Nach drei Monaten werden die Tiere erneut operiert. Der Kieferknochenrand wird bei je zwei Schweinen auf 2, 4, 6, oder 8 mm reduziert, d.h. der Kieferknochen wird abgeschabt, um einen Knochendefekt zu simulieren. In den verbleibenden Kieferknochen werden sechs Implantate eingeschraubt. Das fehlende Knochenmaterial wird mit Knochenstückchen aus dem Beckenknochen des jeweiligen Tieres aufgefüllt. Nach einer sechsmonatigen Heilungsphase erfolgt die nächste Operation. Auf die Implantate werden nun Zahnprothesen gesetzt. Weitere sechs Monate später werden die Schweine durch Injektion von Pentobarbital getötet. Die Kieferknochen mit den Implantaten werden zur Untersuchung herausgeschnitten.

Die Arbeit wurde durch Friadent GmbH, Mannheim, unterstützt.

Bereich: Implantologie, Kieferchirurgie

Originaltitel: Influence of residual alveolar bone height on osseointegration of implants in the maxilla: a pilot study

Autoren: Matthias Fenner (1)*, Eleftherios Vairaktaris (2), Kathrin Fischer (3), Karl Andreas Schlegel (1), Friedrich Wilhelm Neukam (1), Emeka Nkenke (1)

Institute: (1) Mund- und Kiefer- und Gesichtschirurgische Klinik, Universität Erlangen-Nürnberg, Glückstr. 11, 91054 Erlangen, (2) Department of Oral and Maxillofacial Surgery, University of Athens Medical School, Athens, Griechenland, (3) Private Praxis, Bad Staffelstein

Zeitschrift: Clinical Oral Implants Research 2009: 20, 559-559

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4027



Dokument 1185Titel: Parecoxib unterdrückt nicht die Thromboxan-Synthese bei neugeborenen Ferkeln mit einer durch Gruppe-B-Streptokokken hervorgerufenen Sepsis
Hintergrund: Beobachtung des Verlaufs einer Blutvergiftung bei neugeborenen Ferkeln mit und ohne medikamentöse Behandlung.
Tiere: 25 Schweine (neugeborene Ferkel)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Herkunft der Ferkel wird nicht erwähnt. Der Versuch findet unter Narkose statt. Zunächst werden mehrere Katheter in Blutgefäße an den Beinen und am Hals gelegt, um Blutdruck und andere Blutwerte messen zu können. Ein Katheter wird bis in die Lungenarterie vorgeschoben. Die Ferkel werden in vier Gruppen eingeteilt. Bei drei Gruppen werden über die Halsvene Eiter erregende Bakterien (Gruppe B Streptokokken) über 30 Minuten in die Blutbahn der Ferkel eingeleitet. Es kommt zu einer Blutvergiftung (Sepsis). Eine Kontrollgruppe erhält keine Bakterien. Zwei der drei Gruppen mit Blutvergiftung erhalten zwei Stunden nach der Bakterieneinleitung je ein Medikament verabreicht. Die dritte Gruppe bleibt unbehandelt. Alle Ferkel mit Blutvergiftung sterben innerhalb von 12 bis 16 Stunden, unabhängig von der Behandlung. Die Kontrolltiere, die keine Bakterien erhalten hatten, werden nach 12 Stunden durch Injektion von Kaliumchlorid getötet.

Die Arbeit wurde durch das Zentrum für Klinische Forschung Erlangen unterstützt.

Bereich: Neugeborenenkunde, Intensivmedizin

Originaltitel: Parecoxib does not suppress thromboxane synthesis in newborn piglets with group B streptococcal sepsis

Autoren: Stephanie C. Nögel (1,2,3), Martin Chada (1,2,3), Ann-Marija Schmidt (1,2,3), Stephan Bosselmann (1,2,3), Michael Kandler (1,2,3), Horst Schweer (1,2,3), Bernhard Watzer (1,2,3), Holm Schneider (1,2,3), Andre Gessner (1,2,3), Wolfgang Rascher (1,2,3)*

Institute: (1)* Kinderklinik, Universität Erlangen-Nürnberg, Loschgestr. 15, 91054 Erlangen, (2) Institut für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, Universität Erlangen-Nürnberg, Wasserturmstr. 3-5, 91054 Erlangen, Kinderklinik, Philipps Universität Marburg, Marburg

Zeitschrift: Prostaglandines & other Lipid Mediators 2009: 90, 7-12

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4026



Dokument 1186Titel: Charakterisierung von Zellen in der Ödemzone um einen bösartigen Hirntumor
Hintergrund: Zum besseren Verständnis der Mechanismen der um einen Hirntumor entstehenden Schwellungen, werden Ratten bösartige Rattenkrebszellen in das Gehirn injiziert.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde Mittelfranken genehmigt und demzufolge in Erlangen durchgeführt. Weibliche Fischer-Ratten werden von Charles River, Sulzfeld, bezogen. Durch Injektion eines Betäubungsmittels in die Bauchhöhle werden die Ratten betäubt. Der Kopf wird in einen stereotaktischen Halteapparat eingespannt. Über einem bestimmten Hirnbereich wird ein Loch in den Schädelknochen gebohrt, um Gliomazellen, bösartige Tumorzellen, in das Gehirn zu injizieren. Die Gliomazellen werden seit 20 Jahren in vitro gezüchtet. Sie stammen ursprünglich aus einem Rattenhirntumor. Zehn Tage nach der Implantation der Krebszellen wird der Kopf der Ratten mittels Magnetresonanztomographie gescannt. Anschließend werden die Tiere auf nicht genannte Weise getötet, um das Gehirn in dünne Scheiben zu schneiden und gewebekundlich zu untersuchen.

Die Arbeit wurde von der Wilhelm-Sander-Stiftung und dem Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V. finanziell unterstützt.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: Cellular characterization of the peritumoral edema zone in malignant brain tumors

Autoren: Tobias Engelhorn (1,5), Nic E. Savaskan (2,3), Marc A. Schwarz (4), Jürgen Kreutzer (4), Eric P. Meyer (5), Eric Hahnen (6), Oliver Ganslandt (4), Arnd Dörfler (1), Christopher Nimsky (4), Michael Buchfelder (4), Ilker Y. Eyüpoglu (4)*

Institute: (1) Neuroradiologische Abteilung, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, Schwabachanlage 6, 91054 Erlangen, (2) Institut für Hirnforschung, Abteilung für Biologie, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), Universität Zürich, Zürich, Schweiz, (3) Institut für Zellbiologie und Neurobiologie, Zentrum für Anatomie, Charité:-Universitätsmedizin Berlin, Berlin, (4) Abteilung für Neurochirurgie, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, (5) Institut für Zoologie, Universität Zürich, Zürich, Schweiz, (6) Institut für Humangenetik, Institut für Genetik und Zentrum für Molekulare Medizin Köln (ZMMK), Universität Köln, Köln

Zeitschrift: Cancer Science 2009: 100 (10), 1856-1862

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4025



Dokument 1187Titel: Axiale Gefäßneubildung in einem großvolumigen Kalzium-Phosphat-Knochenersatzstoff bei einem AV-Schlaufen-Modell am Schaf
Hintergrund: Es wird eine Technik erprobt, bei der der Körper dazu gebracht wird, neue Blutgefäße in einem Knochenersatzmaterial in einer Plastikdose zu bilden. Das auf diese Weise mit Blutgefäßen durchzogene Knochenmaterial soll an eine andere Stelle des Körpers transplantiert werden, um z.B. defekten Knochen zu ersetzen.
Tiere: 12 Schafe (Merinoschafe)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Bei den Schafen wird unter Narkose folgende Operation durchgeführt: Vor dem Eingriff erhalten die Tiere 36 Stunden nichts zu fressen. Das Schaf wird auf die rechte Seite gelegt. Die Leistengegend des linken Beins wird geschoren und die Haut wird auf 12 cm Länge aufgeschnitten. Eine Hinterbeinvene und –arterie (Vena und Arteria saphena), die an der Innenseite des Oberschenkels verlaufen, werden freipräpariert. Die beiden Blutgefäße werden abgebunden, durchschnitten und die Enden dann mikrochirurgisch zusammengenäht. Auf diese Weise wird aus den Blutgefäßen eine Schlaufe kreiert. Das Blut fließt nun nicht mehr durch das Bein, sondern durch die Schlaufe. Die Schlaufe wird in eine mit Fibrin und einem Knochenersatzstoff aus Keramik gefüllte Plastikdose gelegt. Die verschlossene Plastikdose (es gibt nur einen kleinen Ein- und Ausgang für die beiden Blutgefäße), wird in der Leiste des Schafs festgenäht. Die Haut wird ebenfalls vernäht. Die Blutgefäßschlaufe fängt nun an äste neuer Blutgefäße in dem Keramikmaterial in der Dose zu bilden. Nach 1, 3 und 6 Wochen werden mit Hilfe von Magnetnetresonanztomographie die Durchgängigkeit der Schlaufe und die Neubildung von Blutgefäßen überprüft. Sechs Schafe werden sechs Wochen nach der Operation durch Überdosis eines Barbiturats getötet. Die anderen sechs Schafe werden 12 Wochen nach der Operation noch einmal gescannt und dann ebenfalls getötet. Die Plastikdosen werden zur Untersuchung herausgenommen.

Bereich: Tissue Engineering

Originaltitel: Axial vascularization of a large volume calcium phosphate ceramic bone substitute in a sheep AV loop model

Autoren: Justus P. Beier (1)*, Raymund E. Horch (1), Andreas Hess (2), Andreas Arkudas (1), Johannes Heinrich (1), Johanna Loew (1), Heinz Gule (3), Elias Polykandriotis (1), Oliver Bleiziffer (1), Ulrich Kneser (1)

Institute: (1) Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Universitätsklinikum Erlangen, Krankenhausstr. 12, 91054 Erlangen, (2) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg, (3) Baxter Innovations GmbH, Wien, Österreich

Zeitschrift: Journal of Tissue Engineering and Regenerative Medicine 2010: 4(3):216-223

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4024



Dokument 1188Titel: Neuherstellung von axial mit Blutgefäßen versorgtem Gewebe in einem Großtiermodell
Hintergrund: Es wird eine Technik erprobt, bei der der Körper dazu gebracht wird, neue Blutgefäße in einer Plastikdose zu bilden, die an eine andere Stelle des Körpers transplantiert werden sollen. Dies wurde bereits an Ratten getestet. Hier werden Schafe verwendet.
Tiere: 15 Schafe (Merinoschafe)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: An acht toten Schafen werden zunächst anatomische Studien der Blutgefäße und Muskeln in der Leistengegend vorgenommen. Bei sieben Schafen wird unter Narkose folgende Operation durchgeführt: Vor dem Eingriff erhalten die Tiere 36 Stunden nichts zu fressen. Das Schaf wird auf die rechte Seite gelegt. Die Leistengegend des linken Beins wird geschoren und die Haut wird auf 12 cm Länge aufgeschnitten. Eine Hinterbeinvene und –arterie (Vena und Arteria saphena), die an der Innenseite des Oberschenkels verlaufen, werden freipräpariert. Die beiden Blutgefäße werden abgebunden, durchschnitten und die Enden dann mikrochirurgisch zusammengenäht. Auf diese Weise wird aus den Blutgefäßen eine Schlaufe kreiert. Das Blut fließt nun nicht mehr durch das Bein, sondern durch die Schlaufe. Die Schlaufe wird in eine mit Fibrin gefüllte Plastikdose gelegt. Die verschlossene Plastikdose (es gibt nur einen kleinen Ein- und Ausgang für die beiden Blutgefäße), wird in der Leiste des Schafs festgenäht. Die Haut wird ebenfalls vernäht. Die Blutgefäßschlaufe fängt nun an äste neuer Blutgefäße in der Dose zu bilden. Nach 1, 3 und 6 Wochen werden mit Hilfe von Magnetnetresonanztomographie die Durchgängigkeit der Schlaufe und die Neubildung von Blutgefäßen überprüft. Bei einem Schaf tritt eine Entzündung auf. Das Tier wird vorzeitig getötet. Sechs Wochen nach der Operation werden die Schafe durch Überdosis eines Barbiturats getötet. Die Plastikdosen werden zur Untersuchung herausgenommen.

Bereich: Tissue Engineering

Originaltitel: De novo generation of axially vascularized tissue in a large animal model

Autoren: Justus P. Beier (1)*, Raymund E. Horch (1), Andreas Arkudas (1), Elias Polykandriotis (1), Oliver Bleiziffer (1), Edith Adamek (1), Andreas Hess (2), Ulrich Kneser (1)

Institute: (1) Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Universitätsklinikum Erlangen, Krankenhausstr. 12, 91054 Erlangen, (2) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg

Zeitschrift: Microsurgery 2009: 29, 42-51

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4023



Dokument 1189Titel: Phasenweise Aktivierung beider Augen verhindert nicht eine Trennung der Augendominanz
Hintergrund: Untersuchung der unterschiedlichen Entwicklung bestimmter für beide Augen zuständigen Hirnbereiche. Die Autoren folgern, dass bei unter stroboskopischem Flackerlicht aufgezogenen Katzen eine "Rivalität" zwischen den beiden Augen und den dazugehörigen Nervenzellen im Gehirn erzeugt wird.
Tiere: 3 Katzen (mehr als)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Katzen stammen aus der Zucht des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung, Frankfurt/M. Zwei Würfe mit einer nicht genannten Anzahl Kätzchen werden von Geburt an unter stroboskopischem Licht aufgezogen, d.h. das Licht flackert mit einer Frequenz von 8 Hz 24 Stunden am Tag, 11 Wochen (Wurf 1) bzw. 14 Wochen (Wurf 2) lang. Dadurch können die Katzen keine normalen Bewegungsabläufe wahrnehmen, weil jede Bewegung durch das Flackerlicht "zerhackt" wird.

Zwei Katzen aus Wurf 1 und eine Katze aus Wurf 2 werden für die eigentlichen Untersuchungen verwendet. Im Alter von 13 Wochen bzw. 20 Wochen werden die Kätzchen folgender Prozedur unterzogen: Bei den Katzen 1 und 2 wird unter Narkose ein Schnitt in die Lederhaut eines Auges gemacht. Eine Markierungssubstanz wird in das Auge injiziert. Diese wandert in den folgenden Tagen von der Augennetzhaut entlang der Nervenbahnen bis ins Gehirn. Nach 12 bzw. 14 Tagen werden die beiden Kätzchen durch Überdosis eines Barbiturats getötet. Bei der 3. Katze wird unter Narkose ein Auge mit einer schwarzen Kontaktlinse und einem schwarzen Klebeband verschlossen. Nach Erwachen aus der Narkose wird dem Tier eine Markierungssubstanz in eine Vorderbeinvene injiziert. Dann darf das Tier 45 Minuten lang im Labor herumlaufen, um mit dem einen Auge viele optische Reize aufzunehmen. Anschließend wird die Katze durch Überdosis eines Barbiturats getötet.

Bereich: Sehforschung

Originaltitel: Binocular phasic coactivation does not prevent ocular dominance segregation

Autoren: Kerstin E. Schmidt (1)*, Wolf Singer (2), Siegrid Löwel (3)

Institute: (1) Labor für Kortikale Funktion und Dynamik, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Deutschordenstr. 46, 60528 Frankfurt/M., (2) Neurophysiologie, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt/M., (3) Institut für Allgemeine Zoologie und Tierphysiologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zeitschrift: Frontiers in Bioscience 2008: 13, 3381-3390

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4022



Dokument 1190Titel: Umkehrung des pathologischen Schmerzes durch spezifische Subtypen der GABA-A-Rezeptoren im Rückenmark
Hintergrund: Molekulare Details der Verarbeitung von Schmerzreizen im Rückenmark.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Ratten und Mäuse)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Es werden genetisch veränderte Mäuse, "Wildtyp"-Mäuse und Ratten verwendet. Die Herkunft der Tiere wird nicht genannt. Mit Hilfe verschiedener Schmerztests wird die Schmerzempfindlichkeit der Gentech- und der Wildtyp-Mäuse miteinander verglichen.

1. In eine Hinterpfote wird 5% Formalin injiziert, um einen chronischen Schmerz hervorzurufen. Die Schmerzzuckungen der Pfote werden eine Stunde lang beobachtet.

2. Zymosan A wird in eine Hinterpfote gespritzt, um eine Entzündung auszulösen.

3. Ein Schmerz wird durch Nervenschädigung erzeugt, indem bei den Tieren der linke Ischiasnerv dauerhaft abgebunden wird.

4. Ein Hitzeschmerz wird durch einen auf eine Pfote gerichteten Hitzestrahl hervorgerufen. Die Zeit bis zum Wegziehen der Pfote wird ermittelt.

5. Durch Auftragen von Azeton auf eine Pfote wird ein Kälteschmerz ausgelöst. Es wird die Zeit gemessen, bis zum Lecken oder Schütteln der Pfote.

Die Bewegungsaktivität der Tiere wird in einem Käfig mit Bewegungssensoren getestet. Andere Mäuse werden getötet, um Nervenströme im Rückenmark zu messen. Ratten werden unter leichter Betäubung mittels Magnetresonanz-Tomographie gescannt, während ein Hitzeschmerzreiz verabreicht wird. Dazu wird eine 42 Grad oder 52 Grad heiße Platte an einer Hinterpfote befestigt.

Die Studie wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Doerenkamp Stiftung unterstützt.

Bereich: Schmerzforschung

Originaltitel: Reversal of pathological pain through specific spinal GABA A receptor subtypes

Autoren: Julia Knabi (1), Robert Witschi (2), Katharina Hösl (1), Heiko Reinold (1), Ulrike B. Zeilhofer (1), Seifollah Ahmadi (1), Johannes Brockhaus (2), Marina Sergejeva (1), Andreas Hess (1), Kay Brune (1), Jean-Marc Fritschy (2), Uwe Rudolph (2,4), Hanns Möhler (2,3,5), Hanns Ulrich Zeilhofer (1,2,3)*

Institute: (1) Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg, 91054 Erlangen, (2) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Zürich, Zürich, Schweiz, (3) Institut für Pharmakologische Wissenschaften, ETH Zürich, Zürich, Schweiz, (4) Laboratory of Genetic Neuropharmacology, McLean Hospital, Department of Psychiatry, Harvard School, Belmont, Massachusetts, USA, (5) Collegium Helveticum, Zürich, Schweiz

Zeitschrift: nature 2008: 451(7176), 330-334

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4021