
Stoppt Tierversuche an der Ruhr-Uni Bochum
Stoppt Tierversuche an der Ruhr-Uni Bochum
An der Ruhr-Uni Bochum (RUB) werden Affen in der besonders umstrittenen Hirnforschung gequält. Die Tiere müssen in einem Primatenstuhl sitzend Aufgaben am Bildschirm ausführen. Ihr Kopf ist dabei unbeweglich an einem Gestell angeschraubt. Als »Trainingsmethode« wird Durst eingesetzt, d.h., die Tiere bekommen außerhalb der Versuche nichts zu trinken. Für gute Kooperation erhalten die durstigen Tiere ein paar Tropfen Saft oder Wasser. Viele Affen müssen diese Torturen jahrelang erdulden. Gleichartige Tierexperimente wurden bereits in München, Berlin und Bremen von den zuständigen Behörden aus ethischen Gründen und mangels medizinischen Nutzens abgelehnt. In Bremen tobt seither ein Rechtsstreit.In Bochum sollten die Primatenexperimente wegen der Pensionierung des Experimentators Klaus-Peter Hoffmann 2009 auslaufen. Nun sollen sie doch bis mindestens 2011 fortgeführt werden. In der Bochumer Hirnforschung müssen auch Katzen, Frettchen und Tauben leiden.
Die Experimente sind nicht nur aus ethischen Gründen abzulehnen, sondern auch, weil sie medizinisch keinerlei Nutzen haben. Es handelt sich um reine zweckfreie Grundlagenforschung.
Einer offiziellen Statistik der RUB zufolge wurden 2009 12.962 Tiere in Tierversuchen verwendet:
Mäuse: 7299
Ratten: 5157
Gerbils: 29
Katzen: 19
Makaken: 1
Tauben: 259
Krallenfrösche: 81
Fische: 117
Derzeit wird an der RUB an vier Affen geforscht. Laut Aussage des Tierschutzbeauftragten der RUB bezieht sich die Statistik nur auf Tiere, die im Jahr 2009 neu hinzugekommen sind. Das heißt, die drei Makaken, die schon länger dabei sind, tauchen nicht in dieser Erhebung auf.
Tierleid nicht länger hinnehmen
Die Studierenden des AStA-Referats für Ökologie und Verkehr wollen das Leid der Tiere an ihrer Uni nicht länger hinnehmen. Sie rufen zu Aktionen und Protesten auf und sammeln Unterschriften. Unterstützt werden sie dabei von Ärzte gegen Tierversuche.Im Rahmen einer Aktionswoche über Tierversuche wurde Ende Juni 2010 die Wanderausstellung der Ärzte gegen Tierversuche im Kulturcafé des AStAs Bochum gezeigt. Daneben gab es Infostände und eine Soli-Party gegen Tierversuche.

Infostand des AStA-Referats für Ökologie und Verkehr am 16. Juni 2010 auf dem Nordforum der Uni.

Infostand und Ausstellungstafeln am 22. Juni 2010 auf dem Nordforum.

Einladung zur Soli-Party gegen Tierversuche am 19. Juni 2010 im KulturCafé der Uni.
Weitere Infos:Hintergrundinfos10 Tierversuche der Ruhr-Uni Bochum >> Hirnforschung an Affen – grausam und sinnlos >> Infoblatt »Tierversuche im Brennpunkt – Teil 10: Bochum« als PDF herunterladen oder Druckversion bestellen. Videofilm »Affenversuche abschaffen – Die Zeit zu handeln ist jetzt« >> Aktiv werden Unterschriftenliste des AStAs als PDF >> Pressemitteilungen 30.08.2011 Kein Ende der Affenversuche in Bochum - Ärzteverein sieht Verstoß gegen Tierschutzgesetz >> 11.06.2010: Ausstellung über Tierversuche an der Uni Bochum >> 02.02.2010: Ärztevereinigung kritisiert Affenversuche in Bochum: »Unsägliche Tortur bei einer medizinischen Relevanz von Null« >> |
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/projekte/vor-ort/526-stoppt-tierversuche-an-der-ruhr-uni-bochum.html






