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Botox-News

News vom 31. Januar 2012

Schweiz lässt tierversuchsfreien Botox-Test zu


Ärztevereinigung begrüßt Etappensieg


Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche begrüßt die aktuelle Zulassung eines tierversuchsfreien Verfahrens zur Testung des Faltenglätters Botox durch die Schweizer Behörde Swissmedic als wichtigen Etappensieg, kritisiert jedoch, dass noch immer Mäuse in qualvollen Giftigkeitsversuchen zu Tode kommen.

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News vom 29. Juni 2011

Ende der Mäusequal für Botox in Sicht

Amerikanische Gesundheitsbehörde erkennt Zelltest an

Erfreuliche Neuigkeiten gibt es aus den USA. Die Amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat aktuell eine tierversuchsfreie Methode zur Testung der Botox-Produkte der Firma Allergan zugelassen. Das heißt, dass das Ende des besonders grausamen LD50-Tests an Mäusen ein Stück näher rückt.

Nach Angaben von Allergan können mit der neuen Zellmethode bis zu 95 % der Tierversuche eingespart werden, wobei keine Angaben über die Zahl der Tieropfer gemacht werden.

Allerdings ist der In-vitro-Test nur für die Produkte Botox® und Botox®Cosmetic der Firma Allergan zugelassen und bislang auch nur in den USA. Für die beiden anderen weltweit agierenden Botoxhersteller Ipsen und Merz gilt diese Zulassung ebenso wenig wie für verschiedene neu auf den lukrativen Markt drängenden Firmen in Fernost. Die Zahl der jährlich für Botox-Produkte zu Tode gequälten Mäuse wird auf weltweit 600.000 geschätzt.

Unser Verein hat vor einigen Jahren die Kampagne Stoppt Botox-Tierversuche! gestartet und setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen ECEAE für ein sofortiges Ende der Botox-Tierversuche ein.

Dieser Teilerfolg zeigt, dass konstante Lobbyarbeit zum Erfolg führt. Umso wichtiger ist es nun, den Druck auf die Politik und die Hersteller nicht abreißen zu lassen und ein weltweites Verbot der Botox-Testung an Tieren zu fordern.


News vom 29. Oktober 2010

Demo vor Botox-Hersteller Allergan in Brüssel

Rund 50 Vertreter der Europäischen Koalition zur Abschaffung der Tierversuche (ECEAE) demonstrierten am 28.10.2010 vor der Niederlassung des amerikanischen Botox-Herstellers Allergan. Die Forderung: Die Firma soll endlich vorhandene tierversuchsfreie Testmethoden für ihre Produkte validieren und einsetzen. mehr >>

News vom 12. Juli 2010

Jährlich 600.000 Botox-Opfer

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche hat in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals Altex eine Berechnung der Anzahl der Tiere vorgelegt, die durch die Testung von Botox-Produkten sterben. Demnach müssen weltweit mehr als 600.000 Mäuse einen »qualvollen Erstickungstod« erleiden. Da sogenannte Alternativmethoden vorhanden sind, sieht der Verein einen Verstoß gegen geltendes Tierschutzrecht und fordert ein Moratorium für die kosmetische Anwendung bis die tierversuchsfreien Methoden anerkannt sind.

Bisherige Schätzungen gingen von weltweit 100.000 bis 300.000 Mäusen aus, die für Botox sterben. Die Ärzte gegen Tierversuche haben aktuell in der Wissenschaftszeitschrift Altex errechnet, dass mindestens 600.000 Mäuse zu Tode kommen. Die Zahlen fußen auf Hochrechnungen anhand des Umsatzes der drei Herstellerfirmen Allergan, Ipsen und Merz sowie auf den durch verdeckte Recherchen teilweise bekannt gewordenen Tierzahlen. Diese Angaben berücksichtigen nach Information des Ärztevereins nicht einmal andere Botox-Hersteller wie die asiatischen Firmen und damit weitere Produkte, so dass davon auszugehen ist, dass die tatsächliche Zahl der Tiere weit über 600.000 liegt.

S. Bitz: The Botulinum Neurotoxin LD50 Test – Problems and Solutions. Altex 27, 2/10, 114-116 (PDF)
Zur Pressemitteilung >>


News vom 8. Dezember 2009

ARD-Magazin Plusminus zeigt grausames Tierleid im Millionengeschäft Botox

Das ARD-Magazin Plusminus zeigt am 8. Dezember Tierversuche, die für das Antifaltenmittel Botulinumtoxin, kurz Botox, durchgeführt werden. Bei den Tests sterben jährlich hunderttausende Tiere. Verdeckt gedrehte Filmaufnahmen aus einem britischen Labor belegen das qualvolle Leiden der Mäuse, die jährlich für die Prüfung von Botox sterben müssen.

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News vom 1. November 2009

Undercover-Aufnahmen zeigen erstmals das Leid der Botox-Mäuse

Heimlich in einem britischen Tierversuchslabor gemachte Filmaufnahmen bringen erstmals ans Licht der Öffentlichkeit, wie Mäuse für Botox-Produkte zu Tode gequält werden. In Deutschland führt das Hamburger Labor für Pharmakologie und Toxikologie LPT im Auftrag der Firma Merz gleichartige Tierversuche durch.  Die zwischen Februar und Oktober 2009 heimlich gemachten Aufnahmen dokumentieren, wie Mäuse sich im Todeskampf winden. Den Tieren wurde das Botulinumtoxin Dysport® in die Bauchhöhle injiziert. 

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Videofilm »Die hässliche Wahrheit über Botox« >>

News vom 30. Juli 2009

Amerikanische Behörde macht Gelder für tierversuchsfreie Botox-Tests locker

Die amerikanische Gesundheitsbehörde National Institut for Health (NIH) hat Forschungsgelder für die Entwicklung und Validierung für Alternativen zum Botox-Tierversuch ausgeschrieben. Die Ausschreibung richtet sich an kleinere US-Firmen und umfasst bis zu 100.000 USD für ein Jahr oder 750.000 USD für Projekte, die bis zu zwei Jahre dauern. Eines der großen Probleme bislang war, dass es allein den Herstellern überlassen war, ob und wann sie tierversuchsfreie Verfahren entwickeln und validieren. Die Firmen behaupten seit Jahren, bereits alles zu tun, um Ersatzmethoden für den Mäusetest zu etablieren, aber bislang ist noch nichts dabei herausgekommen. 

Wenn sich nun kleinere In-vitro-Firmen, motiviert und finanziert durch staatliche Fördergelder, daran machen, tierversuchsfreie Tests zu finden, besteht die Hoffnung, dass es endlich voran geht. 

Der Verstoß der amerikanischen Behörde ist ein Resultat des öffentlichen Drucks bei uns und in Übersee. Die Bereitstellung der Gelder wurde bereits auf dem Workshop in Berlin angekündigt (siehe News vom 1. Mai 2009). 
 

News vom 29. Juli 2009 

ECEAE startet Botox-Kampagne

Die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), bei der wir aktiv mitarbeiten, hat auf unsere Initiative die Botox-Kampagne aufgegriffen. So werden die Proteste auf weitere europäische Länder ausgeweitet.

News vom 14. Juli 2009

Stoppt Botox-Tierversuche für das neue Antifaltenmittel Azzalure®

Das Pharmaunternehmen Galderma, eine Tochtergesellschaft von L’Oreal und Nestlé, steigt mit Azzalure® in den lukrativen Botox-Markt ein. Azzalure®, das ausschließlich für kosmetische Anwendungen konzipiert ist, wurde im Juni 2009 in Deutschland für die Behandlung der Zornesfalte zwischen den Augenbraunen zugelassen.  

Azzalure® ist eine Variante des Präparats Dysport von der britischen Firma Ipsen und wird auch von dieser hergestellt und getestet. Dennoch ist Galderma als Vertreiber des Produkts für die dafür durchgeführten Tierversuche verantwortlich. 

In den ersten fünf Jahren nach einer Neuzulassung werden besonders viele der extrem grausamen Botox-Tierversuche an Mäusen durchgeführt, um die Stabilität des Herstellungsprozesses zu überprüfen. Zusätzlich wird jede Produktionseinheit an Mäusen getestet, d.h., je mehr Botulinumtoxinprodukte verkauft werden, desto mehr Tiere müssen leiden und sterben.

Unsere Kampagne »Stoppt Botox-Tierversuche!«, die bisher an die drei Herstellerfirmen Allergan, Ipsen und Merz sowie das Bundeslandwirtschaftsministerium gerichtet war, wird nun auf Galderma ausgeweitet.

News vom 1. Mai 2009

Ein erster Erfolg unserer Kampagne!

Das Bundeslandwirtschaftsministerium wurde dank zahlreicher Briefe auf die Botox-Problematik aufmerksam und wies ZEBET (Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Alternativen zum Tierversuch) an, in dieser Sache tätig zu werden.

Am 27./28. April 2009 fand ein Experten-Workshop im BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) in Berlin statt. Neben den Herstellern von Botulinumtoxinprodukten waren internationale und deutsche Behörden vertreten, außerdem Wissenschaftler, die an tierversuchsfreien Testmethoden arbeiten, sowie als Tierschutzvertreter der Deutsche Tierschutzbund, die amerikanische HSUS und die Ärzte gegen Tierversuche.

Das Resultat des Workshops war, dass nun alle halbe Jahr in kleinerem Kreis Treffen stattfinden sollen, um die Details bei der Entwicklung, Validierung und Anerkennung tierversuchsfreier Testmethoden zu besprechen.

Unser Fazit: Es ist gut und wichtig, dass sich Vertreter von Firmen, Behörden und Unis austauschen. In den vergangenen Jahren hatte es bereits Treffen in den USA und bei der Arzneimittelbehörde EDQM in Straßburg gegeben, die ohne konkrete Auswirkungen geblieben waren. Häufigere Treffen sind auf jeden Fall sinnvoll. Jedoch wären konkretere Schritte zur weiteren Vorgehensweise wünschenswert gewesen.

Das Problem: Es ist allein den Herstellern überlassen, ob und wann sie tierversuchsfreie Verfahren entwickeln und validieren. Sie behaupten, bereits alles zu tun, um Ersatzmethoden für den Mäusetest zu etablieren. Unseres Erachtens ist es inakzeptabel, dass alles vom Engagement der Unternehmen abhängt. Die Behörden könnten und müssten viel mehr Druck auf die Konzerne ausüben.

Wir werden weiterhin alles daran setzen, dass es nicht beim Palaver bleibt, sondern dass die Abschaffung des grausamen Mäuseversuchs massiv vorangetrieben wird.
 


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