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Botox-News

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Botox-News


News vom 12. Juli 2010

Jährlich 600.000 Botox-Opfer

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche hat in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals Altex eine Berechnung der Anzahl der Tiere vorgelegt, die durch die Testung von Botox-Produkten sterben. Demnach müssen weltweit mehr als 600.000 Mäuse einen »qualvollen Erstickungstod« erleiden. Da sogenannte Alternativmethoden vorhanden sind, sieht der Verein einen Verstoß gegen geltendes Tierschutzrecht und fordert ein Moratorium für die kosmetische Anwendung bis die tierversuchsfreien Methoden anerkannt sind.

Bisherige Schätzungen gingen von weltweit 100.000 bis 300.000 Mäusen aus, die für Botox sterben. Die Ärzte gegen Tierversuche haben aktuell in der Wissenschaftszeitschrift Altex errechnet, dass mindestens 600.000 Mäuse zu Tode kommen. Die Zahlen fußen auf Hochrechnungen anhand des Umsatzes der drei Herstellerfirmen Allergan, Ipsen und Merz sowie auf den durch verdeckte Recherchen teilweise bekannt gewordenen Tierzahlen. Diese Angaben berücksichtigen nach Information des Ärztevereins nicht einmal andere Botox-Hersteller wie die asiatischen Firmen und damit weitere Produkte, so dass davon auszugehen ist, dass die tatsächliche Zahl der Tiere weit über 600.000 liegt.

S. Bitz: The Botulinum Neurotoxin LD50 Test – Problems and Solutions. Altex 27, 2/10, 114-116 (PDF)
Zur Pressemitteilung >>


News vom 8. Dezember 2009

ARD-Magazin Plusminus zeigt grausames Tierleid im Millionengeschäft Botox

Das ARD-Magazin Plusminus zeigt am 8. Dezember Tierversuche, die für das Antifaltenmittel Botulinumtoxin, kurz Botox, durchgeführt werden. Bei den Tests sterben jährlich hunderttausende Tiere. Verdeckt gedrehte Filmaufnahmen aus einem britischen Labor belegen das qualvolle Leiden der Mäuse, die jährlich für die Prüfung von Botox sterben müssen.

Zur Pressemitteilung >>

News vom 1. November 2009

Undercover-Aufnahmen zeigen erstmals das Leid der Botox-Mäuse

Heimlich in einem britischen Tierversuchslabor gemachte Filmaufnahmen bringen erstmals ans Licht der Öffentlichkeit, wie Mäuse für Botox-Produkte zu Tode gequält werden. In Deutschland führt das Hamburger Labor für Pharmakologie und Toxikologie LPT im Auftrag der Firma Merz gleichartige Tierversuche durch.  Die zwischen Februar und Oktober 2009 heimlich gemachten Aufnahmen dokumentieren, wie Mäuse sich im Todeskampf winden. Den Tieren wurde das Botulinumtoxin Dysport® in die Bauchhöhle injiziert. 

Zur Pressemitteilung >>
Videofilm »Die hässliche Wahrheit über Botox« >>

News vom 30. Juli 2009

Amerikanische Behörde macht Gelder für tierversuchsfreie Botox-Tests locker

Die amerikanische Gesundheitsbehörde National Institut for Health (NIH) hat Forschungsgelder für die Entwicklung und Validierung für Alternativen zum Botox-Tierversuch ausgeschrieben. Die Ausschreibung richtet sich an kleinere US-Firmen und umfasst bis zu 100.000 USD für ein Jahr oder 750.000 USD für Projekte, die bis zu zwei Jahre dauern. Eines der großen Probleme bislang war, dass es allein den Herstellern überlassen war, ob und wann sie tierversuchsfreie Verfahren entwickeln und validieren. Die Firmen behaupten seit Jahren, bereits alles zu tun, um Ersatzmethoden für den Mäusetest zu etablieren, aber bislang ist noch nichts dabei herausgekommen. 

Wenn sich nun kleinere In-vitro-Firmen, motiviert und finanziert durch staatliche Fördergelder, daran machen, tierversuchsfreie Tests zu finden, besteht die Hoffnung, dass es endlich voran geht. 

Der Verstoß der amerikanischen Behörde ist ein Resultat des öffentlichen Drucks bei uns und in Übersee. Die Bereitstellung der Gelder wurde bereits auf dem Workshop in Berlin angekündigt (siehe News vom 1. Mai 2009). 
 

News vom 29. Juli 2009 

ECEAE startet Botox-Kampagne

Die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), bei der wir aktiv mitarbeiten, hat auf unsere Initiative die Botox-Kampagne aufgegriffen. So werden die Proteste auf weitere europäische Länder ausgeweitet.

News vom 14. Juli 2009

Stoppt Botox-Tierversuche für das neue Antifaltenmittel Azzalure®

Das Pharmaunternehmen Galderma, eine Tochtergesellschaft von L’Oreal und Nestlé, steigt mit Azzalure® in den lukrativen Botox-Markt ein. Azzalure®, das ausschließlich für kosmetische Anwendungen konzipiert ist, wurde im Juni 2009 in Deutschland für die Behandlung der Zornesfalte zwischen den Augenbraunen zugelassen.  

Azzalure® ist eine Variante des Präparats Dysport von der britischen Firma Ipsen und wird auch von dieser hergestellt und getestet. Dennoch ist Galderma als Vertreiber des Produkts für die dafür durchgeführten Tierversuche verantwortlich. 

In den ersten fünf Jahren nach einer Neuzulassung werden besonders viele der extrem grausamen Botox-Tierversuche an Mäusen durchgeführt, um die Stabilität des Herstellungsprozesses zu überprüfen. Zusätzlich wird jede Produktionseinheit an Mäusen getestet, d.h., je mehr Botulinumtoxinprodukte verkauft werden, desto mehr Tiere müssen leiden und sterben.

Unsere Kampagne »Stoppt Botox-Tierversuche!«, die bisher an die drei Herstellerfirmen Allergan, Ipsen und Merz sowie das Bundeslandwirtschaftsministerium gerichtet war, wird nun auf Galderma ausgeweitet.


Weitere Infos


Presseerklärung vom 14. Juli 2009 »Neues Antifaltenmittel Azzalure kostet Tausenden Mäusen das Leben« >>

Zur Kampagnenseite »Stoppt Botox-Tierversuche!« >> 
 



Bitte helfen Sie mit!


Protestieren Sie bei:

Galderma Laboratories GmbH
Georg-Glock-Str. 8
40474 Düsseldorf
Fax: 0 18 02 / 42 33 76
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Musterbrief an Galderma als Word-Datei >>

Oder einfach den Musterbrief unten in eine E-Mail kopieren und an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. schicken.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Entsetzen habe ich erfahren, dass Ihre Firma für die Chargenprüfung Ihres Produktes Azzalure® grausame Tierversuche durchführt oder durchführen lässt. Mir ist bekannt, dass es sich dabei um ein Produkt der Firma Ipsen handelt, das Sie vertreiben. Dennoch sind Sie für die für Azzalure® durchgeführten Tierversuche verantwortlich.

Dabei wird Mäusen das Gift in verschiedenen Verdünnungen in die Bauchhöhle injiziert, um die Menge zu ermitteln, bei der die Hälfte der Mäuse stirbt (LD50-Test). Für die Tiere ist dies mit furchtbaren Qualen verbunden. Es kommt zu Muskellähmungen, Sehstörungen und Atemnot. Der Todeskampf kann sich über drei oder vier Tage hinziehen. Die Mäuse ersticken schließlich bei vollem Bewusstsein.

Das Europäische Arzneibuch schreibt eine Prüfung der Präparate vor. Neben dem Tierversuch sind aber auch alternative Verfahren zugelassen, die beispielsweise in Großbritannien bereits angewandt werden. Nach §7 des deutschen Tierschutzgesetzes besteht eine Verpflichtung, tierversuchsfreie Methoden einzusetzen, wenn der verfolgte Zweck auf diese Weise ebenso erreicht werden kann wie mit einem Tierversuch. Sie können und müssen also auf tierversuchsfreie Verfahren umsteigen.

Ich fordere Sie auf, die Tierversuche für die Prüfung von Azzalure® umgehend einzustellen und tierversuchsfreie Testmethoden zu validieren und einzusetzen. Außerdem fordere ich Sie auf, mit den anderen Herstellern von Botulinumtoxinprodukten zusammenzuarbeiten und sich gemeinsam für eine Streichung des LD50-Tests im Europäischen Arzneibuch einzusetzen.

Solange Sie diesen Tierversuch durchführen, werde ich Ihre Produkte boykottieren.

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

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News vom 1. Mai 2009

Ein erster Erfolg unserer Kampagne!

Das Bundeslandwirtschaftsministerium wurde dank zahlreicher Briefe auf die Botox-Problematik aufmerksam und wies ZEBET (Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Alternativen zum Tierversuch) an, in dieser Sache tätig zu werden.

Am 27./28. April 2009 fand ein Experten-Workshop im BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) in Berlin statt. Neben den Herstellern von Botulinumtoxinprodukten waren internationale und deutsche Behörden vertreten, außerdem Wissenschaftler, die an tierversuchsfreien Testmethoden arbeiten, sowie als Tierschutzvertreter der Deutsche Tierschutzbund, die amerikanische HSUS und die Ärzte gegen Tierversuche.

Das Resultat des Workshops war, dass nun alle halbe Jahr in kleinerem Kreis Treffen stattfinden sollen, um die Details bei der Entwicklung, Validierung und Anerkennung tierversuchsfreier Testmethoden zu besprechen.

Unser Fazit: Es ist gut und wichtig, dass sich Vertreter von Firmen, Behörden und Unis austauschen. In den vergangenen Jahren hatte es bereits Treffen in den USA und bei der Arzneimittelbehörde EDQM in Straßburg gegeben, die ohne konkrete Auswirkungen geblieben waren. Häufigere Treffen sind auf jeden Fall sinnvoll. Jedoch wären konkretere Schritte zur weiteren Vorgehensweise wünschenswert gewesen.

Das Problem: Es ist allein den Herstellern überlassen, ob und wann sie tierversuchsfreie Verfahren entwickeln und validieren. Sie behaupten, bereits alles zu tun, um Ersatzmethoden für den Mäusetest zu etablieren. Unseres Erachtens ist es inakzeptabel, dass alles vom Engagement der Unternehmen abhängt. Die Behörden könnten und müssten viel mehr Druck auf die Konzerne ausüben.

Wir werden weiterhin alles daran setzen, dass es nicht beim Palaver bleibt, sondern dass die Abschaffung des grausamen Mäuseversuchs massiv vorangetrieben wird.
 




http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/helfen/aktionen/312